Der Adler…

… ääähm … die R18 ist gelandet.

What a bike.

Derartig massiv, wertig und (BMW-like) wirklich auf handwerklich höchstem Niveau. Letztes will ich Harley nicht absprechen, aber es gibt Unterschiede. Kleine aber feine.

Vorab – die Riesenbüchse lässt sich wirklich gut fahren. Der Motor hat trotz identischer Leistungsdaten wie die FXDR von Harley dennoch einen anderen Punch. Irgendwo im Netz in den unzähligen, gelesenen Berichten kam ein Vergleich mit einem Tesla – das fiktive Gummiband was einen zieht. Das gibts auch bei der R18. Ein dickes Gummiband.

Zum anderen habe ich ein ähnliches Gefühl wie damals bei der Softail Slim – schon ab Werk eine Schönheit. Schön und artig. Zu artig? Im Moment befinde ich mich (zugegebener Weise) schon im Austausch mit dem ein oder anderen Zubehörlieferanten. Mal schauen – „Dank“ Corona ist alles etwas schwer verfügbar habe ich das Gefühl.

Apropos Teile. Was BMW sich definitiv von Harley abgeschaut hat ist das vermitteln eines Gefühls. Was mit der BMW R18 so kam, hatte ich auch noch nicht. Nichtmal bei Harley…:

Eine Box zur „First Edition“ – mit einem Anschreiben, einem fetten Buch über die R-Geschichte bei BMW sowie einer Fan-Gürtelschnalle und ein Cap. Zudem waren noch auf Kupfer getrimmte „BMW“ Embleme mit dabei – inkl. der passenden Schrauben (Schlitz anstatt Torx – „Liebe zum Detail“).

Ich war Impressed.

Cover der mattschwarzen Box von oben
Inhalt der Box – das Buch bleibt verschweißt. Vielleicht bekommt es ja mal Sammlerwert…
Inhalt des Buches… mmmmmh… vielleicht doch mal lesen?
Cooles Begleitschreiben für die Box. Fühle mich „abgeholt“ muss ich sagen. Irgendwie was besonderes.
Hier das original Emblem oben in Chrom und das „historische“ in Kupfer mit passenden Schrauben und „Werkzeug“.

Zu guter Letzt überraschte mich BMW auch in der Bedienungsanleitung der R18… ehrlich? Hätte ich denen nie zugetraut so einen Eintrag… *RESPEKT*

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Neuer Beitrag,… wie soll ich anfangen…?

… lange ist es her…?

… es ist viel passiert…?

... es ist anders als es war…?

… neue Planungen…!

… es gibt viel Neues zu erzählen…1

Ich weis es nicht. Irgendwie alles.

Lange ist es her das ich hier mal wieder einen anständigen Beitrag hinterlegt habe, aber in den letzten 1-2 Jahren ist echt viel passiert (nicht nur Corona) und nun ist vieles anders als es war – neue Planungen und Vorbereitungen finden statt. Es gibt viel Neues zu erzählen.

So ungefähr. Will ich mal anfangen – es wird ein längerer Beitrag befürchte ich.

PART I – es ist viel passiert.

Ich hab hier schon 1-2 mal geschrieben, das wir privat einige Veränderungen hinter uns haben. Positive. Wir sind umgezogen nach Bad Oeynhausen. In ein Haus was es eigentlich nicht geben dürfte – offizielles Baujahr ist 1657. Aber es wurde Anfang der 90er Jahre dort neu aufgebaut, auf ein vorher bestehendes. Und damit haben wir ein Haus, was auf der einen Seite uralt ist und auf der anderen Seite vollunterkellert mit Stahlbetondecke und Fußbodenheizung daher kommt. Sensationell. Allein die Vorstellung das die Eichenbalken im Wohnzimmer ein Baum waren, als Christoph Kolumbus Amerika entdeckt hat, ringt mir Respekt und Demut ab.

Einhergehend mit einer laaaaangen Umbauzeit des Hauses, bin ich die Harley FXDR auch nur selten gefahren 2020 – knapp 3.000 Kilometer. Meine Danzig Tour musste ich ja wegen Covid absagen… und auch sonst halt viel im neuen Haus an Zeit verbracht. Und – ganz wichtig – meine neue Garage fertiggestellt. ENDLICH wieder direkt zu Hause eine Werkstatt… das hatte ich so vermisst im alten Haus.

Da ich ja eher Zweckoptimist bin, bin ich Mitte 2020 noch davon ausgegangen das wir Weihnachten schon in Oeynhausen feiern werden…nun ja. Von daher hatte ich meine Angel schon im Gebrauchtmotorrad-Teich um mir ein vermeintliches Winterprojekt zu besorgen: ein Harley Sporster Tracker sollte gebaut werden. Basis: eine unverbrauchte Harley, bezahlbar mit wenig Kilometern auf der Uhr.

Dann meldete sich Frank von Ride-Inn bei mir – er hätte genau das, was ich suche: eine 80er Sporster. 1100 ccm. Seltener Motor übrigens – gebaut nur von 1986-1987. Als ich dort war, kamen noch weitere Details zu Tage – fast schon sensationelle Details über die Sporty:

Die 1100er gehörte einer damaligen Redakteurin der Jugendzeitschrift BRAVO – und war erste und bis dato einzige Besitzerin der Harley. Sie konnte sich viele Jahre einfach nicht davon trennen, zu viele Erinnerungen hingen an der Maschine… was ich nach weiteren Informationen auch absolut nachvollziehen kann.

Zum einen gab es einen einseitigen Artikel in der Bravo über die Maschine und ihre stolze Besitzerin. Zum anderen hat sie (u.a.) die Band Jon Bon Jovi damit auf der damaligen Deutschland-Tour begleitet – wie ein Bild gemeinsam mit Ihr, der Harley und Richie Samborra beweist! Hammer.

Seite aus der Bravo von 1986 mit „meiner“ Sportster
Hier mit Richie Samborra von der Band Jon Bon Jovi

Und nun steht dieser originale, unverbastelte, wenig gelaufene Hocker in meiner Garage.

Ich muss zugeben, ich habe LANGE mit mir gerungen ob ich diese Maschine einfach restaurieren sollte und die Erinnerungen damit „konservieren“ sollte. Aber am Ende werde ich den Umbau wagen – quasi der Vergangenheit ein ein neues Leben einhauchen… Mit einer Sporster die wieder aktiv bewegt wird. Die viel gesehen hat und noch sehen wird. Die Idee fand ich am Ende auch sympathisch.

Wer Lust auf eine Zeitreise hat – hier die gesamte Ausgabe der Bravo zum Download:

Ziel des Umbaus soll (wie gesagt) ein Scrambler / Flat Tracker werden – im diesem Stil wie hier in Perfektion gebaut:

Klick http://www.bikebound.com/2018/10/09/sportster-street-scrambler/ für den Link

Ich denke den Umbau werde ich spätestens im Winter 21/22 vornehmen – dazu wird es dann wahrscheinlich hier noch einmal einen ausführlichen Beitrag dazu geben… ich befürchte auch, der Umbau wird sich ähnlich lange hinziehen wie der, von meiner XS650…

PART II – neue Planungen

Falls ihr öfter mal in meinem Blog vorbei geschaut habt dann werdet ihr sicherlich diesen Beitrag gelesen haben, in dem ich mich von meiner Ducati xDiavel getrennt haben und mich dem nächsten (Motor)Wahnsinn in Form der Harley FXDR zugewendet habe… KLICK?

„Damals“ – also Anfang 2020 – fest davon überzeugt mit der FXDR ein Bike in der Garage zu haben was ich die nächsten Jahre fahren werde… auch die Danzig Tour wollte ich mit der FXDR fahren.

ABER.

Die Zeit rennt und man (ich zumindest) hat sich im Laufe der Zeit einiges vor genommen. Vieles davon umgesetzt oder einfach gemacht. Ein paar Dinge sind noch offen. Der grüne „erledigt“ Haken fehlt. So geht es mir im Bereich Touren.

Ich habe immer gesagt, das ich irgendwann einmal das große Finale fahre. Meine persönliche „Grand Tour“. Meine Grand Tour ist die Idee, einmal Europa zu umrunden… einfach ausgedrückt: Nach Emden fahren und dann nur noch darauf zu achten, dass das Meer immer „rechte Hand“ zu sehen ist.

Deutschland – Niederlande – Frankreich – Spanien – Portugal – Monaco – Italien – … Grand Tour halt.

Das wollte ich machen, solange ich noch eine „4“ vor meiner Jahreszahl habe. Baujahr ´75. Wird also Zeit. Anderer Aspekt ist, das unsere Tochter im kommenden Jahr Oktober 18 wird – also die elterliche Fahrbereitschaft nicht mehr benötigt wird… sprich 2023 komplett volljährig ist.

Der Plan: START 01.07.2023 für die GRAND TOUR

Nach dem die Grundsätzlichkeiten nun stehen kamen die ersten Gedanken an das wie und vor allem WOMIT? Ganz ehrlich – eine Danzig Tour würde ich mir auf der FXDR noch zutrauen, in der unverbauten Scheren-Haltung mehrere Hundert Kilometer im Sattel. Aber die Grand Tour? Auf einer unverbauten FXDR?

Nö.

Umbauen auf Langstreckentauglichkeit und dann mit einer let?

Nö.

Also den gerade erst eingefahrenen Hobel wieder verkaufen. Etwas Geld versenkt und ein großartiges Bike (welches ein sehr seltenes auf den Straßen bleiben wird, da die Baureihe eingestellt wurde von Harley) wieder abgeben. Keine 4.000 km später.

Fertig geputzt und „Saison-fein“ gemacht stand sie in meiner Garage und wartete auf Abholung durch den neuen, glücklichen Besitzer…

Fertig geputzt und abholbereit – gut bewacht in der Garage.

Tag x – Die Abholung… am 26.03. war es dann soweit, ein weiteres Bike verlässt mich innerhalb kurzer Zeit. Irgendwie fühlte sich das nicht richtig an. Aber notwendig.

Auf diesem Wege noch einmal: Dennis – VIEL SPASS mit der FXDR… und verbastel sie mir nicht zu sehr. Denk immer dran – eine Harley ist nur eine Harley wenn du 20 EUR dabei hast für einen Strafzettel.

Doch mit was mache ich die Grand Tour? Ich hatte zwei, eigentlich drei Bikes im Auge – zwei von Harley.. und eine von einem Hersteller mit dem ich noch KEINE Erfahrungen hatte.

Vorab die Überlegung was ich wirklich brauche. Und möchte. Mein alter Satz „Form for Function“ sollte nicht gänzlich weichen – damit kam ein „klassischer“ Hobel für solche Unternehmungen nicht in Frage. Tschüß GS und Konsorten. Es sollte schon reisen mit Stil werden – aber auch bequem. Zudem sollte das Bike wandlungsfähig sein – also nach der Tour durchaus das Potential haben die „Function“ zu verlieren und die „Form“ zu gewinnen.

Bei Harley habe ich erst wieder über die Softail Slim nachgedacht. Aber nur flüchtig, aber sie war mir im Zuge der Schottland und Skandinavien Tour wirklich als gute Reisemaschine in Erinnerung geblieben.

Ernsthafter wurden dann die Gedanken in Richtung Sport Glide… die kommt schon recht „reisefertig“ daher, bietet Potential für einen Umbau. Negativ: vorverlegte Fußrasten. Wollte ich nicht mehr… die Amis mögen das ultra bequem finden, ich finds für lange Touren eher schwierig. Zudem hat die Sport Glide „nur“ den 107er Motor verbaut. Downgrade? Nö. Preis / Leistung ist eigentlich super – neu für knappe 19.000 EUR… bietet Luft für ein paar „Optimierungen“.

Der andere Stuhl von Harley wäre die Road King Special. Der Hocker ist schon von der Stange eine echte Schönheit – den Bagger-Style finde ich ja seit Jahren schon cool. Angetrieben vom bekannten 114er Motor, den ich von der FXDR schon kenne und Trittbretter für das entspannte reisen – wie auf der Slim. Schien perfekt zu sein. Ausser der Preis. 26.500 EUR ohne irgendwas gemacht zu haben. Ansage!

Die andere, dritte Variante geistert eigentlich schon seit dem FXDR-Kauf in meinem Kopf – damals in den Medien mehr ominös als greifbar vorangekündigt, nun auf dem Markt… zumindest theoretisch: BMW R18.

Schon bei der sensationellen Vorstellung des Prototypen war ich hin und weg – was für ein Bike! Aber auch die Serie hat mich fasziniert – eine Basis, so wandlungsfähig wie sonst nur Harley. Kauf ein Bike und du hast viele. Zudem waren die „harten Rahmenparameter“ auch alle passend auf dem Blatt Papier: Preis der First Edition lag bei 22.000EUR, bauartbedingt mittlere Rasten. Der Motor und die Qualität sind BMW-like über allem erhaben – für eine Tour also perfekt. Zudem gab es einen „BMW-Baukasten“ für Koffersysteme usw.

Gesagt getan – bei mobile.de einen Suchfilter gesetzt für die Road King Special und die R18… beides verfügbar in Osnabrück. Perfekt. Beide Händler angerufen und eine Besichtigung der Fahrzeuge vereinbart. Die Harley war ein Neufahrzeug, die R18 ein Vorführer mit 500km auf dem Tacho. Also auch neu.

Den ersten Termin setzte ich bei BMW Borchardt in Osnabrück… was soll ich sagen? Im Auto, auf der Hofauffahrt stand die R18 bereits draußen. HÖLLE sah die gut aus. Viel besser als auf den Bildern. Selbst der auf Fotos in meinen Augen häßliche Auspuff sah gut aus!

Eine ausgedehnte Probefahrt war leider aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich, aber alleine das raufsetzen suggerierte mir „passt“. Und das perfekt. Die niedrige Sitzhöhe erlaubte mir festen Stand auf dem Boden, die Sitzposition schien für mich gemacht. Irgendwie hatten sich da Zwei gefunden. Mein Kumpel Axel, der mit war, bestätigte mir das – es sah homogen aus. Und fühlte sich auch so an…

Die R18 hatte ein paar Extras verbaut die ich auch gut fand – Licht, Heizgriffe und (Achtung) Rückfahrhilfe. Bei einem 340kg Monster (ohne Gepäck) könnte ich mir vorstellen, das mal zu gebrauchen. Was hätte ich vor 10 Jahren noch über diese Ausstattung gelästert. Heizgriffe und Rückwärtsgang… muuuhaaarharharhar. Aber was interessiert mich das Geschwätz von früher? 🙂

Egal – ein zweiter Termin wartete… ein paar Straßen weiter. Ich verblieb mit dem Verkäufer (DANKE nochmal an Jörg Witt), das ich mich auf jeden Fall melden würde… ob so oder so.

Beim Harley Händler erwartete mich die Road King Special – auch hier… ein traumhaftes Bike. Fertig. Schwarz, massiv. Und teuer. Ich hatte mir bis dahin eingeredet, das ich den V2 gut kenne – also die Wahl wahrscheinlich eher auf die Harley gehen würde.

Mir ging die R18 nicht aus dem Kopf.

Der Händler gab sich wirklich Mühe, schob mir noch eine weitere, gleiche Road King raus – mit verbauter Klappenanlage für guten Sound. Quasi das kleine 1×1 des Harley-Händlers. Der Sound verkauft die Maschine. Und der Sound war wirklich extrem gut. Gänsehaut. Trotz 1000x gehört.

Das Probesitzen war dann wieder eine andere Sache – nicht stimmig, etwas zu hoch. Fußspitzen auf der Erde, nicht das Gefühl der absoluten Kontrolle… wackelig. Damit in einen Kiesweg in Südfrankreich…mmmmmmh? Und die Fantasie fehlte. Die Road King ist für mich eigentlich „fertig“, die wird immer eine Bagger bleiben – keine Verpuppung möglich in etwas anderes.

Der Verkäufer brachte mir dann das Angebot raus – Road King inkl. Klappenauspuff. Fast 30.000 EUR.

Ne. Gedanken eh bei der R18 (sorry an dieser Stelle, aber irgendwie hattest du in dem Moment keine Chance, lieber Harley Verkäufer).

Also direkt ins Auto, 2-3 Sätze mit Axel gewechselt. Zurück zum BMW Händler.

Die Grand-Tour wird mit der R18 gefahren!

„Uns“ – also der R18 und mir – bleiben also noch gut 2 Jahre, uns kennen zu lernen. Das war mir wichtig… ein Bike zu bewegen dessen Eigenschaften ich gut kenne. Leider ist der Reiz es zu customizen mindestens genauso groß wie ein funktionsbedachtes Bike zu fahren. Ich hoffe ich kann meine Basteleien im Zaume halten.

Die Phantasie wird ja durchaus mehr als befeuert im Internet… siehe hier zwei für mich perfekte Umbauten:

Wie es aussieht werde ich die R18 wohl in Kürze in „Lacours Garage“ begrüßen dürfen. Stay tuned.

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Neue „Garage“ nimmt langsam…

… Formen an – Formen an der Wand erst einmal, aber immerhin geht es los. Die Werkstatt in unserem neuen Haus welches wir (hoffentlich) im Spätsommer beziehen, soll endlich wieder das werden, was es sein sollte – ein „Männerwohnzimmer“.

Vorab – das Endresultat:

Hier der chronologische Ablauf… 🙂

Durch meine Rückkehr zur Marke Harley Davidson – und der hohen Wahrscheinlichkeit, dass ich da auch bleibe, habe ich mich für eine entsprechende Farbgebung entschieden… „Harley Racing Orange“.

Mal schauen wie der Rest so wird. Stay tuned.

Update 27.05.

Ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken, in der Zwischenzeit hat Harun Yilmaz mal kurz eine großartige Unterkonstruktion für die Werkbank reingezimmert, im wahrsten Sinne des Wortes. DANKE an dieser Stelle, so gut hätte ich das nicht hinbekommen! Und niemals so schnell.

Heute und vorgestern habe ich dann die Arbeitsplatten (40mm Multiplex Buche) und die künftige Holzwand für einen Fernseher eingebaut. Das werden großartige Schrauberabende… mit Live Fussball. „Männerzimmer“ pur.

Update 04.06.

Es wird langsam: Erste Maschinen sind „umgezogen“ und der Unterbau ist fertig. Der alte Kompressor ist in einem Nebenraum untergebracht und nervt nun nicht mehr beim Druck aufbauen. Zudem hat ein „mitgekaufter Teppich“ seinen neuen Platz gefunden 😀

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FXDR – erste Fahrten

Ich muss sagen – die FXDR macht richtig Spass! Endlich mal wieder in zwei Gängen durch Landschaft und Städte fahren, dem Drehmoment sei Dank.

Der Motor hat noch eine Feinabstimmung bei meinem alten Wegbegleiter zu diesem Thema, Christoph Juppe, bekommen – er ist bei HD-Bielefeld für das Tuning verantwortlich. Wir kennen uns nun schon ein paar Jahre – bereits meine 48 hatte er zur Bearbeitung.

Stage I ist noch keine große Sache, aber die Optimierung lässt den Motor (gefühlt) wesentlich „smoother“ laufen.

Ich habe lange überlegt ob ich das Heck umbauen sollte – aber das lasse ich erstmal. Wenn überhaupt. Warum?

a) sieht es gut aus, zumindest aus den meisten Perspektiven. „Etwas“ wuchtig vllt, aber nur in wirklich kritischer Betrachtung

b) es ist MEGA praktisch! Sehr schnell ein wirklich schönes Soziuspad draufzustecken und ebenso schnell ein Gepäcktransport damit zu ermöglichen.

Hoffe die Corona-Scheiße ist bald „vorbei“ – und meine Tour nach Danzig kann 2020 noch stattfinden. Die FXDR ist perfekt dazu denke ich!

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FXDR

Die „Neue“ wartet eingentlich jetzt nur noch auf das passende Wetter… das Wort „fertig“ nehme ich hier mal sehr bewusst nicht in den Mund 🙂

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Danzig

Danzig war schon immer in meinem Kopf – als Tour mit dem Motorrad. Auf der Hinfahrt immer das Wasser an der linken Hand – bis Danzig kommt.

2020 ist es (hoffentlich) soweit, die Tour soll es werden nach einem Jahr Pause. Dieses mal wohl wieder alleine, wobei das nicht tragisch ist – eher im Gegenteil. Eine komplette „Auszeit“ mal wieder – nur ich, das Motorrad und die Tour. Die Strecke als Ziel. Danzig als Orientierung.

Ich werde einfach abwarten bis der Sommer da ist und die Wetterfestigkeit für 1-2 Wochen vorhanden scheint – dann Sachen auf die neue Harley packen uns losfahren.

Grobe Tour könnte so aussehen – durch Niedersachsen durch, schnell an die Küste und von da aus treiben lassen.

Zurück noch Bekannte besuchen in der Nähe von Berlin und durch die Heidelandschaften wieder zurück.

Klingt gut. Klingt nach Tour. Klingt nach 2000 km Auszeit.

So etwa der „Plan“ für die Hinreise…
… so wieder zurück. Mal schauen
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Dinge kommen und gehen…

… Marken kommen und gehen…

… Hirnrissigkeiten kommen und gehen…

Oftmals beginne ich den Satz zur Begründung der Frage – „Warum?“ mit den Worten: „… nach 2-3 Jahren habe ich nun mit Mitte 40 meine Midlife-Crisis auskuriert…“

Aber ist das wirklich wahr? Wenn man(n) einen 170PS Hocker gegen einen (technisch) unkontrollierten 160Nm Hocker eintauscht? Irgendwie alles hirnrissig. Aber leider geil.

Nach ein paar Jahren unter der Flagge der italienischen Ducati hat es mich nun doch wieder zur Harley Davidson getrieben. Warum? Gute Frage. Die xDiavel war mit Sicherheit das perfekteste Motorrad was ich persönlich jemals gefahren habe – Optik, Leistung, Technik – alles vom Feinsten.

Aber was bringen einem die überlegenen Werte der Maschine wenn du diese nicht nutzen kannst? Zum einen lebe ich in OWL, nicht die Gegend die für Kurven und Serpentinen bekannt ist.

Zum anderen bringt es dir nichts, mit 170PS und Schräglagenfreiheit von >50Grad neben deinen Kumpels her zu fahren die halt Harley oder entsprechend ähnliche Maschinen fahren.

Langeweile pur.

Und machen wir es nicht schlechter als es ist – Harley war schon immer mein Favorit. Ich habe bereits beim Anfang des PS-Abenteuers Ducati darauf hingewiesen, das ich mit Sicherheit wieder eines Tages den amerikanischen Eisenhaufen unter mir haben werde. Nun ist es halt soweit.

Mein Dank geht hier an HARLEY DAVIDSON KIEL wo ich die FXDR gekauft habe. Warum in Kiel? Weil die Jungs da einfach am Besten waren. Fair. Ehrlich. Unkompliziert. Und: nicht arrogant. Letzten Punkt in das Ausschlussverfahren bei Harley Händlern zu bekommen ist nicht so einfach wie man denkt.

Vom neuen Bike habe ich mir (zugegebener Weise) schon ein paar Veränderungen vornehmen lassen – Kesstech Auspuff (leider elektronisch geschaltet da anders nicht mehr erlaubt), Heck-Plastikgedöns war eh schon ab, ebenso die Blinker und den Luftfilter…

Zudem hat man mir gleich noch die Software angepasst und diese den Motor freier Atmen lassen… Greta wird es mir verzeihen.

Die Optik wird von mir aktuell in kleinen Details noch angepasst und wird zum Saisonstart zumindest einmal „vorzeigbar“ sein hoffe ich – hier ein paar Bilder zum teasern:

Hitzeband anstelle der Hitzeschilder.
Motogadget Rückspiegel aus Vollaluminium
Saubere Heckpartie mit freiem Blick auf die Pelle
Motogadget Blinker
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FOR SALE – xDiavel Custom

Will (mal wieder) ein neues Projekt anfangen – dafür brauche ich Platz in der Garage …

Short Facts:

  • EZ 08.2017
  • 9.000 km
  • Garantie bis 08.2021 über Ducati
  • VHB 16.900 EUR
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Manchmal…

… hat man die tolle Möglichkeit das Berufliche mit dem Privaten zu verbinden… oder anders herum.

Wie auch immer – Motorradfahren ist ja ein Hobby was über alle Gesellschaftsgruppen hinweg seine Fans hat und mein Lieblingssatz im Beruf ist „das Geschäft wird zwischen Menschen gemacht“.

Was gab es naheliegenderes als in beruflichen Gesprächen immer mal wieder mein Hobby Motorradfahren anzusprechen – und viele fanden sich, die sich ebenfalls dafür begeistern konnten.

2016 war es dann soweit – „VeeamOnBike“ wurde ins Leben gerufen!

Eine Community sollte das Ziel werden – eine Verbindung zwischen Menschen die im Alltag nur beruflich miteinander zu tun haben… und dennoch eine persönliche Bindung über das gemeinsame Hobby aufbauen können.

2019 haben wir (3 Kollegen/innen und ich) nach einem Jahr schmerzlicher Pause wieder eine Tour im Norden geplant. Am Wochenende vom 06.-08. sollte es mit einem Startpunkt in Einbeck losgehen – zentrale Station sollte der PS-Speicher in Einbeck sein, das zugehörige Hotel unser Zuhause für ein Wochenende.

Freitags war lockere Anreise geplant – bei besten Wetter trafen alle ein… jeder hatte eine stressfreie Anreise, so muss das sein.

Erste Runde Gespräche bei frisch gezapften Einbecker Pils auf der Hotelterasse…

Weiter in das Restaurant, direkt am PS.Speicher – tolle Küche, tolle Runde:

Für den nächsten Tag war das Wetter ein Thema – es sollte regnen und nicht wirklich toll werden. Grundtenor (neben ein paar „mimimimi“ 🙂 ) war auf jeden Fall: FAHREN.

10:30 Uhr haben wir dann nach kurzer Verhandlung als Starttermin festgesetzt…

Am nächsten Tag war das Wetter wirklich PUNKT 10:30 entsprechend… lange Gesichter.

Ein paar waren schon an der Tankstelle, ein paar haderten mit dem Wetter.

Plan B war eine zeitliche Umplanung… wir hatten im PS.Speicher ein „Kombiticket“: Übernachtung, Fahrsimulator und Eintritt in das Museum. Letzteres wollten wir im Touranschluss oder wahlweise am Sonntag besuchen – dies haben wir dann einfach vorgezogen um der vorausgesagten Wetterbesserung um 14:00 Uhr eine Chance zu geben…

Gute Idee.

Ich persönlich habe natürlich im Zuge der Vorbereitung etwas im Netz recherchiert, aber das tatsächlich gebotene war dann doch unfassbar umfangreich. Nicht nur die Ausstellungsstücke (ich glaube es waren >250 Exponate vornehmlich von Motorrädern auf 4 Ebenen) sondern auch die multimediale Begleitung in Form von Filmen, Audiospuren etc. war wirklich phantastisch.

Hier ein paar Impressionen:

Immer wieder wurde auf besondere Exponate hingewiesen – wie auf dieses Motorrad, was ein paar Tage vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges bestellt wurde, nach den ersten Kriegstagen geliefert wurde – und damit nicht angemeldet wurde.

Der Besitzer hat das Motorrad immer wieder versteckt vor dem Staatszugriff, bis er es irgendwann eingemauert hat. Dort schlief es seien Dornröschenschlaf viele, viele Jahre. Nach der Wiederentdeckung wurde es nie zugelassen und nie wirklich gefahren – und so steht es „neu“ hier im Museum. Die Geschichte kann man über Audiospur hören, abrufbar über einen alten Fernmeldeapparat daneben. Cool gemacht!

Nach dem Besuch verbesserte sich das Wetter tatsächlich – der Himmel wurde heller, wolkig, aber heller.

Um 14 Uhr war der „Neustart“ geplant, in einer etwas abgespeckten Variante – der Anfang sah vielversprechend aus… ebenso wie diese Perspektive des Starts… 🙂

Die Tour ging gut los… doch unvermeidbar waren weitere Schauer… aber mal ehrlich – irgendwie hat das ja auch Tradition.

Eine weitere, wirklich unschöne „Tradition“ haben wir diesmal Gott sei Dank nicht gehabt – kein Unfall, kein Ausfall.

Zurück am Hotel hatten wir wieder eine trockene Phase – diese wurde ausgiebig für Fachgespräche und „Zielschnaps und Bier“ genutzt… einfach nur großartig sich mit allen über die Bikes auszutauschen, neues und anderes zu Erfahren – und sogar das ein oder andere Treffen zu vereinbaren um das jeweils andere Motorrad mal Probezufahren.

Toll.

Großartige Truppe…

Danach ging es noch für gute anderthalb Stunden ins Hotel zur freien Verfügung… man hörte von Saunagängen und Spaziergängen mit (zu) kleinen Handtüchern Richtung Hotelbar… gute Laune überall.

Um 19:30 trafen sich alle um in die Stadt Einbeck zu gehen – was für eine wundervolle Fachwerkstatt… wie geeignet um Mittelalterfilme zu drehen. Unfassbar schöne Häuserfassaden…

Ein Tipp den wir öfter gehört haben, war das „Brodhaus“ – eine alte Gaststätte mit guter Küche…

https://www.brodhaus-einbeck.de

Der Tipp war aus vielerlei Hinsicht perfekt – man hat sich super um uns gekümmert, Sitzplätze trotz viel Trubel organisiert (es war eine Art Stadtfest in Einbeck, alles war voll).

Zudem hörte ich nach dem Essen Worte wie „…das beste Steak das ich jemals gegessen habe…“ – aus dem Munde von jemanden der es wissen wird.

Ausserdem hab ich persönlich es noch nie erlebt, das eine Wirtin Applaus bekommt – von der ganzen Truppe! Was für eine großartige Frau – schlagfertig, nett und wirklich zuvorkommend… Applaus noch einmal an dieser Stelle!

Wir hatten auf der ersten VeeamOnBike 2016 noch T-Shirts gemacht – eigentlich wollten wir jedes Jahr ein weiteres hinzu nehmen. Tatsächlich wurde es mitgebracht „V9“ wegen unserer damaligen Softwareversion – DAS ist Community pur! Toll!

Abschließend muss man sagen das es ein perfektes Wochenende war – trotz (oder auch wegen) dem Wetter, den Leuten auf jeden Fall.

Toll, macht Lust auf VeeamOnBike 2020

Besser kann es nicht erklärt werden wie dieser übermittelte Wortlaut aus dem PS.Speicher:

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Navigation…

… war schon immer ein Thema – will man nicht immer, braucht man aber öfter. Gerade auf der letzten Tour hatten wir öfter digitale Unterstützung, wo ich es doch eigentlich nicht mag. Die besten Routen findet man immer noch wenn man sich ab und an verfährt.

Nunja, Marco hatte mir die Tage einen Link zu einer Kickstarter Kampagne geschickt – mit  genau dem Gerät in der Planung was ich schon immer gesucht habe:

  • Nicht riesig mit Bildschirm inkl. Kartenmaterial
  • Nicht vollkommen optimiert auf lückenlose Zielführung
  • Man hat immer noch die „Möglichkeit“ einfach in eine grobe Richtung zu fahren etc.

Hier die Kampagne auf Kickstarter

Ein paar Bilder:

 

Ich habe mich zumindest entschieden hier als „Baker“ (Unterstützer) tätig zu werden – über das finale Produkt kann ich dann hoffentlich in der kommenden Saison berichten.

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