Pfingsten 2011

So einige Dinge, um nicht zu sagen Rituale, die verlieren sich mit der Zeit – und man ist nicht traurig darum wenn man sich erinnert. Andersherum wieder, gibt es einige Dinge, um nicht zu sagen Rituale, die sind großartig wenn sie wieder da sind…

Eines davon: Pfingsten mit Mopped an die Küste – nach Bensersiel zum Zelten.

Ich kann mich noch sehr gut an das erste Mal erinnern – vor etwa 12-13 Jahren sind wir an diesem langen Wochenende nach Bensersiel gefahren, um dann bei einem Bauern für einen Umkostenbeitrag „wild“ auf der Wiese zelten zu dürfen. Das ganze mal hat sich (mit mir) 2-3 Mal wiederholt.

In den letzten Jahren ist die Kerntruppe von damals JEDES JAHR wieder dort hingefahren(!). Nur Kleinigkeiten haben sich geändert – die alte Bäckerei zum Frühstücken wurde ausgetauscht und von dieser neuen Lokation ist bereits die nächste Generation Inhaber… ist halt über 13 Jahre gesehen schon mal drin… 🙂

Die Wiese ist immer noch am gleichen Ende von Bensersiel, und „eigentlich“ noch beim selben Bauern – zumindest dessen Nachfolger.

Die Zwischenzeit hab ich selber nicht an den Pfingstfahrten teilgenommen – nunja, aus verschiedenen Gründen… einige Jahre waren für mich ja auch ohne Mopped. Und darum geht es nunmal.

Dieses Jahr waren mit dabei: Fette, Dette, Andi, Achim, Enno, Heinz und meine Wenigkeit. Wobei Dette und ich erst am Samstag hinterher gefahren sind – wir mussten am Freitag vor dem langen Wochenende ja noch arbeiten…

Die Anfahrt gestaltete sich in Hille recht gut – super Wetter und ein später Start um 16:00 Uhr, wir rechneten mit einer zügigen Durchfahrt. Leider hielt das Wetter nur bis kurz hinter Vechta, dann zogen sehr dunkle Wolken auf – auf den folgenden Bildern bei unserer ersten Pause auf der Autobahn im Hintergrund gut zu erkennen:

 

Dette bei Cola und Zigarette 🙂

 

 

 

 

 

Naja, nach der kurzen Pause (wo wir eigentlich planten, das Unwetter auf unserem Weg vorbeiziehen zu lassen) ging es weiter – für Dette das Zeichen zum Kicken… und für uns beide der Weg in den Regen / das Gewitter…

Zwischendurch sind wir wie gesagt noch durch ein fieses Gewitter gefahren – da für mich leider öfter mal „Form for Function“ gilt, hatte ich ohne mein Frontfender nichts zu lachen. Aber dann sind wir angekommen, nur noch Zelt aufbauen und mit den Anderen am (kleinen) Feuer sitzen..

Dann wollten die Jungs noch kurz in´s „Captains“ – eine wohl recht schmierige Touri-Disko im Ort. Achim und ich haben dann doch das Lagerfeuer bevorzugt… Die erste Nacht war eine echte Probe für meinen 19,95€ Schlafsack bei 5C° Aussentemperatur – mir war arschkalt.

Das „kurz mal ins Captains“ endete wie Achim es schon ahnte… die letzten sind um (!) 7:00 Uhr morgens in die Zelte gefallen… oder auch nicht…

🙂

Hier noch ein paar Impressionen vom nächsten, wunderschönen Tag – kurz nach dem allgemeinen Aufwachen (bei dem Ein oder Anderen ein etwas längerer Vorgang):

Nach dem Zähneputzen und diversen anderen, morgentlichen Ritualen der Gang zum Frühstück bei Han, dem Besitzer der „Deichklause“. Er ist Vietnamese – aber tatsächlich der Erbe der Kneipe… er ist ein Adoptivkind. Ziemlich netter Kerl, der die Anderen schon alle beim Namen kennt…

Da auch die „Vorhut“ am Freitag diverse Ausfälle an den fahrbahren Untersätzen hatte, wurden hier die gröbsten Probleme „fachmännisch“ verarztet… ein Schalthebel wurde erstmal mit einem 10er Ringschlüssel ersetzt:

Nach dem Früstück ging es in verschiedene Richtungen. Dette und Fette sowie Heinz gingen an den Nordseestrand um die Sonne zu genießen (und sich vom harten Vorabend zu erholen)… der Weg führte (bis dahin auch für mich) über die öffentlichen Duschen im Freibad Bensersiel, hier wurde die Planung mit den anderen gemacht:

Wir (Achim, Andi und ich) hatten noch eine sensationelle Tour über Jever und die Deiche der Umgebung – insgesamt ca. 95km mit einigen Pausen (Bekannte, Ortsfeste etc.) Wirklich großartiger Tag! Hier unsere Route nachträglich über Google-Maps erstellt:

Nach dem Essen Abends noch kurz mit Fette in den Bensersieler Hafen…

Heinz hatte sich in der Zwischenzeit auf den Weg zu einer anderen Pary gemacht und hat die Gruppe verlassen – der Rest entspannte bei Lagerfeuer und kühlem Jever 🙂

Die kommende Nacht war weniger kalt – am nächsten Morgen war es allerdings wieder küstentypisch ungemütlich… schnell die Zelte abbauen und ab zu Han zum Frühstücken 🙂

Der Rückweg war trocken (wider Erwarten) aber durch einen Defekt an Dettes Harley doch arg anstrengend… alle 30 km blieb der Hobel liegen, inkl. den Autobahnstrecken. Hier die Bilder von der ersten Panne, unweit von Bensersiel bis zum bitteren Ende (Transporter)…

Hier LIVE aufgenommen von Enno – der ist übrigends auch für den Soundtrack verantwortlich (Autoradio) 🙂

 

Hier die nächste Zwangspause für Dettes Hobel – leider auf der Autobahn…

Nach diversen weitern Aussetzern und Zwangspausen hatten eigentlich alle die Schnautze voll und wollten nach Hause… „… Dette, meinst du nicht, es ist besser den Hobel in den Bulli zu laden?!“  – „…ok…“

 

Alles in allen eine echt gute Tour. Mal schauen was es nächstes Jahr gibt – vielleicht bin ich ja wieder dabei…  🙂

 

Wer alle Bilder sehen will, kann hier schauen…

 

Sebastian

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