Schottland 2014

Der Plan eine große Tour mit Motorrad nach Schottland zu machen ist bei mir schon recht alt – eigentlich schon beinahe 10 Jahre… solange lebt nämlich meine sehr gute Freundin Steffi schon dort. Aber wie dem aufmerksamen Leser dieses Blogs bestimmt aufgefallen ist, waren eher meine Bikes der limitierende Faktor der ganzen Sache – die waren nicht wirklich langstreckentauglich.

Der Wechsel von der Sportster Fourty Eight hin zur Softail Slim hatte eigentlich damals bereits dieses Ziel – endlich den Trip nach Schottland mit einer Harley. Für mich zugegebener Weise die größte Tour, die ich je gefahren habe.

Letztes Jahr (2013) nach dem Kauf habe ich also gleich von Anfang an meinen Freunden von dem Vorhaben erzählt – auch, das muss ich zugeben, um mich selber unter Druck zu setzen es auch wirklich zu tun. Der Zuspruch war enorm – die Idee faszinierte eigentlich jeden der ein Bike fährt, das Land, die Menschen – das „Abenteuer“.

Mit meinem Jobwechsel habe ich mir also im Jahreswechsel in Abstimmung mit Steffi einen „festen Platz“ reserviert. Laut Steffi waren die Monate August / September im Schnitt mit die stabilsten – von „warm“ wollten wir lieber nicht sprechen. Erstmal.

Das ganze Jahr 2014 war eigentlich geprägt vom Gedanken an den Monatswechsel August / September – alle Maßnahmen am Bike wurden in Abstimmung mit der Tour vorgenommen, oder aber gleich verworfen… wie mein Heckumbau der nun ´14/´15 erfolgen soll.

Auch nach und nach habe ich mir das Equipment besorgt… angefangen von einem Helm mit der Möglichkeit ein Visier davor zu klemmen (Biltwell „Novelty“ mit dem Bubbleglas inkl. dem für mich als Brillenträger sehr praktischen Klappscharnier) bis hin zu einer guten, geräumigen Satteltasche (Buffalo von Hansen). Letztere hatte Ihre Feuertaufe auf der diesjährgen Tour nach Bensersil am Pfingstwochenende – dazu habe ich mir noch eine regensichere Tasche von Ortlieb besorgt, um darin mein „Hotel-Mitnahme-Gepäck“ zu verstauen, die sich als absoluter Bestkauf herausgestellt hat. Auf den letzten Drücker wurden dann noch Regenklamotten von Louis und Hein Gericke besorgt, Hose für 19,90 und Jacke für 29,90 – soll ja ab und an mal regnen in Schottland. Auch ganz ohne Navi-Lösung wollt ich auch nicht los… die Städte Amsterdam und Newcastle machten mir Sorgen… hier habe ich einfach auf eine 14,99 teure Tasche von Polo gesetzt, in der ich mein Handy packen konnte und via Magnet auf den Tank „kleben“ konnte – kleine In-Ear Kopfhörer rein und das passte dann auch super.

Fertig war ich dann.

Die Planungen waren relativ einfach: Fähre von Amsterdam nach Newcastle sollte gebucht werden, irgendwann bei Steffi ankommen und der Rest würde sich ergeben… Bed and Breakfast heißt die Lösung (BnB).

Bei der Fähre habe ich mich für eine Einzelbettkabine mit Fenster entschieden – Fenster aufgrund von zweierlei Gründen: erstens mag ich keine geschlossenen Räume ohne Licht. Zweitens dachte ich mir in der etwas höherpreisigen Liga werde ich wahrscheinlich nicht zwangsläufig sturzbesoffene Hooligans neben mir haben Nachts 🙂 … auch der Plan ging auf.

Am 25./26.08. habe ich dann meine Kiste soweit vorbereitet – alles angebaut, nachgezogen und gecheckt. In die Buffalo Tasche habe ich noch einen Müllbeutel gehängt, als finale Wasserhürde für die Fahrt. Am 25. habe ich mich übrigens entschieden, die Fähre einen Tag später als geplant zu nehmen – es sollte am 26.08. in Strömen regnen in Hille und Richtung Amsterdam – am Tag drauf strahlender Sonnenschein. Auch dies die richtige Entscheidung, wobei der Dienstag gar nicht so schlimm war.

Hier die Vorbereitungen und die Abfahrt in Hille

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Der erste Tag war nur als Anfahrt zur DFDS Fähre geplant – das Boarding war zwischen 14:00 und 16:30, um 17:00 Uhr legten wir dann ab…

Anfahrt Fähre

In der Rückbetrachtung waren die beiden Strecken von Amsterdam (eigentlich IJmuiden bei Amsterdam) die anstrengenden… Autobahn ist echt schlimm finde ich.

Angekommen ging alles sehr easy, sehr gut organisiert (die Navi-Lösung hat sich hier schon bezahlt gemacht):

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In der ganzen (großen) Gruppe von Bikern fielen mir zwei gleich sofort auf – die Bikes waren cool geschraubt und sahen nach meiner Kragenweite aus. Als ich gesehen habe, das beide ein Deutsches Kennzeichen dran hatten kamen wir in´s Gespräch. Es war ein Pärchen aus der Nähe von Braunschweig, Silke und „Hausen“… total nett, die beiden waren mir auf Anhieb sympathisch muss ich sagen. Beide erzählten, dass sie bereits einige Male in Schottland unterwegs waren, die Maschinen seit Ewigkeiten fahren und auch noch die selbe Tourenrichtung wie ich vor sich hatten. Bereits vor´m einboarden boten die beiden mir an, mich am kommenden Tag aus Newcastle „mit rauszunehmen“. Toll – da fühlte ich mich direkt irgendwie erleichtert…

Hier die umgebaute Honda von Hausen, dahinter die Suzuki von Silke:

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Nach der Einfahrt in die Fähre mussten wir die Bikes an der rechten Seite abstellen und jeder für sich festzurren

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Die Kabine auf der Fähre war auf den ersten Blick OK – klar, etwas „verwohnt“ nach der Zeit, aber sauber.

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Der Blick auf den Fähranleger vom Schiff aus:

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Dann begann erst einmal der entspannte Teil des Tages 🙂

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Ich kann euch sagen, der entspannte Teil endete beim Versuch zu schlafen – durch den Schiffsmotor vibrierte der ganze Kahn – und leider mit ihm auch alle Deckenverkleidungen in der Kabine gleich mit. Ich glaube Nachts um 2:30 Uhr bin ich dann dabei gegangen und habe in jede einzelne Ritze Tempo´s und Klopapier gestopft um das Klappern auf ein Minimum zu reduzieren. Den Rest der Taschentücher hab ich mir in die Ohren gestopft… dann irgendwann bin ich glaube ich eingeschlafen.

Nächsten Morgen mit einer Stunde Zeitverschiebung dann durch die freundliche Durchsage in der Kabine wach geworden – erst einmal im „Duschklo“ geduscht und einen Kaffee und Eistee besorgt. Der erste Blick auf englisches Festland war, wie man es sich vorstellt… nebelig.

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Beim abspannen des Bikes bin ich dann wieder auf Hausen und Silke getroffen – noch immer waren die beiden bereit, mich aus Newcastle hinaus mitzunehmen, und darüber hinaus… gesagt, getan. Das Wetter ist dann noch wirklich gut geworden – erstes Ziel war die schottisch / englische Grenze. Die Fahrt mit den beiden zusammen war perfekt, ideale Geschwindgkeit.

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Hier gab es auch Kaffee – und ein Bild mit Hausen und Silke…

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Eine kleine Tafel zum Ort und ein toller Blick auf die weitere Landschaft, die nun vor uns lag:

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Hier vereinbarten wir die gemeinsame Weiterfahrt – und auch eine gemeinsame Übernachtung wurde angedacht, was mich wirklich sehr freute. Von der Strecke her haben wir uns nicht wirklich ein Ziel gesetzt, soweit wir halt kamen am Ende des Tages.

Die Fahrt war einwandfrei, und regenfrei. Die erste Pause haben wir kurz hinter Edinburgh gemacht, hinter einer tollen Brücke. Hausen hatte keinen Bock mehr, dies war auch der Streckenteil, den wir über die „Motorways“ fahren mussten – also den Autobahnen. Dies war in etwa unsere Strecke, genau kann ich das nicht mehr sagen, da ich wirklich nur hinterher gefahren bin.

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Von da aus ging es dann weiter in den Norden – Die Tour führte durch sagenhaft schöne Landschaften, teilweise dachte man, man fährt in eine Fototapete oder so. Irgendwann kam dann doch eine Schlechtwetterfront und wir haben Pause bei Bob gemacht… zumindest in seinem Kaffee.

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Und promt saßen in dem Laden schon weitere Motorradfahrer – aus München 🙂

Hier ist Bob sein Laden von innen…

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Ich denke wir sind in etwa diese (blaue) Strecke gefahren:

Bob

 

Dort waren wir etwa 15:50 Uhr – dann folgte eine weitere Etappe mit irren Natureindrücken. Die nächste Pause war schon fast an der Westküste von Schottland – am Loch Awe, dort genauer gesagt an der Bahnstation, die unten direkt am See (Loch) liegt. Ich denke wir sind diese Strecke hier gefahren:

Loch Awe

Hier die Bilder vom Loch Awe und unserem Zwischenstopp.

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Kurz vor unserem Tagesziel „Oban“ hat uns Hausen noch zu einem echten Naturspektakel geführt – an der „Colonel Bridge“ drückt das Meer in das Binnenland.. wir hatte Glück und eine gewaltige Strömung war unter uns zu sehen. Das Spektakel war nur schwer mit der Kamera einzufangen – Ihr müsst einfach auf die Verhältnisse zwischen den Strömungswellen und den Häusern im Hintergrund achten!

Hier der Weg zur Brücke:

Colonel Bridge

Hier die Bilder…

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In Oban haben wir uns dann eine gemeinsame Bleibe besorgt – mit einem abenteuerlichen Parkplatz auf dem kleinen „Vorhof“. Wir bekamen eine Blechrampe, über die wir dann eine recht große Stufe hochfahren mussten… klappte aber. Hier die Bilder von dem ersten „Nachtlager“ auf schottischen Boden:

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Und ein toller Blick auf den Hafen inkl. dem restlichen Sonnenuntergang aus dem Zimmer heraus.

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Hier im Ort haben wir uns dann Abends noch in Ruhe ein gutes Lokal ausgesucht und lecker gegessen – das Cuan Mor… großartiger erster Tag! Großartig.

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Am nächsten Tag würden wir uns allerdings trennen, die Beiden hatten eine Hütte in Inverness gemietet, allerdings erst für den Folgetag – wir waren zu schnell am ersten Tag voran gekommen. Den „gewonnenen“ Tag nutzten die Beiden für eine Inseltour „gegenüber“ von Oban – mich zog es weiter in den Norden, ich wollte bereits den Tag in Lossiemouth ankommen.

Bereits noch unter der Bettdecke merkte ich jedoch, das es heute kein soooo guter Tag wird – die Regentropfen schlugen gegen das Fenster :-/

Gemeinsam haben wir dann noch die Motorräder wieder vom Vorhof geschafft und dann bin ich erst einmal in Ruhe in ein bereits geöffnetes Steakhouse gegangen um einen Kaffee zu trinken. Und um die prasselnden Regen mal abzuwarten.

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Leider hat sich das mit dem Regen nicht wirklich verbessert – obwohl ich die ganze Kanne Kaffee ausgetrunken habe. Naja, man war ja vorbereitet – also auf in das schottische Scheißwetter dachte ich mir.

Die Tour ging bis zur ersten Tankstelle in etwa hier lang, aufgrund des wirklich beschissenen Wetters habe ich kaum angehalten und es war nicht viel zu sehen…:

Fort William

Dort ist dann dieses Foto an der Tankstelle entstanden – das Wasser lief nur so vom Hobel (und nicht nur vom Hobel)      🙂

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Alles total nass – ich aber dank der Ausrüstung war ich trocken… bis auf die Lederhandschuhe, die konnte ich im angezogenen Zustand auswringen – zur Belustigung der tankenden Leute.

Von Fort William aus ging es dann Richtung Loch Ness – auch der Regen wurde weniger… hier am Randes des Loch Ness noch eine kurze Aufnahme:

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Dann, kurz vor Inverness, habe ich noch eine Rast gemacht an die ich mich auch gerne erinnere… im Oakwood RestaurantHier habe ich gottseidank eine falsche Bestellung aufgegeben – ich habe nur gelesen „Chicken“ und „Sandwich“. Als der super freundliche Besitzer dann mit einer Warmhalteplatte kam, dachte ich schon, das etwas nicht stimmt, ich hatte ein einfaches Sandwich erwartet…

Hier der Streckenabschnitt:

Oakwood

Vorher kam erst einmal eine schöne, heiße Tasse Kaffee – und meine nassen Lederhandschuhe über den Ofen in der Küche, die von seiner Frau betrieben wurde.

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Das Essen hieß

Haggis sandwiched between tender chicken breast, flamed in port, served with a redcurrant reduction

Super lecker – wobei ich nicht wissen möchte was genau zwischen den beiden Hühnchenbrüstchen gepackt war. Aber lecker – wenn ihr mal da sein solltet, einfach mal bestellen. Erst danach bei meiner Recherche in Deutschland wurde mir bewusst, das ich in einem echten Geheimtipp gelandet war – auch bei Tripadvisor nur die besten Bewertungen.

Den Endspurt nach Lossiemouth war dann quasi nur noch ein Klacks – wobei mich die Größe der Stadt Inverness überrascht hat…

Lossiemouth

 

ANGEKOMMEN – der Strand von Lossiemouth.

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Zwei Tage und 1030 km habe ich gebraucht um dort anzukommen und meine Karre bei Steffi im „Garten“ zu parken – jede Minute und jeder Kilometer waren großartig. Schon beim Ankommen freute ich mich irgendwie auf meine Rückfahrt… Aber erst einmal ein paar Impressionen aus Lossiemouth, ein wahrhaft toller, kleiner Ort. Nach meinem Besuch kann ich Steffi verstehen, dort leben zu wollen.

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Der Teil von Lossie, wo Steffi lebt(e) – Sie hat sich gerade dort endgültig sesshaft gemacht in dem Sie ein kleines, feines Haus dort gekauft hat – heißt passenderweise „Seatown“

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Hier ein Blick über Seatown von der Stadt her:

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Über eine Brücke gelangt man direkt über einen kleinen Zufluss zum Meer

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Immer mit dabei – Pepper, Steffis Hund… und drum herum ein paar Kleinigkeiten die mir noch in´s Auge gefallen sind

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Am nächsten Tag haben wir eine kleine „Touri-Runde“ gedreht – wir sind in östliche Richtung ein paar nette Orte und Sehenswürdigkeiten angefahren.

Als erstes waren wir an einer bekannten Stelle dort oben wo wir Robben gesehen haben – das Gebäude ist ein altes „Eishaus“. Dort haben die Fischer Ihre Fänge hineingetan und mit Eis aufgefüllt und dann verschlossen – so hielt der Fisch lange.

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Dann ging es weiter zu einer tollen Gesteinsformation – dem „Fiedlers Bow“. Warum der so heißt ist sofort zu sehen:

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Dann weiter zu einer alten Burg – leider zog direkt ein fieses Regenschauer auf uns zu, wir hatten nicht wirklich Zeit die Ruine näher zu betrachten…

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Unterwegs immer mal wieder Dinge die ich „interessant“ fand 😉

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An einem anderen Tag waren wir an einem Strand „hinter“ Lossie – grandios.

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Zwischendurch war ich einmal alleine in Lossie unterwegs, weil Steffi arbeiten musste – da bin ich noch einmal in ein tolles, kleines Restaurant direkt am kleinen Hafen gewesen.

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Morgens meinen Kaffee dort getrunken und dabei mit einer sehr alten Dame in´s Gespräch gekommen… witzigerweise war diese gerade im letzten Jahr in Deutschland – unter anderem auch in Bielefeld. Was ein Zufall.

Da sich nun langsam auch wieder meine Rücktour ankündigte, muss ich dafür sorgen, dass mein Sattel trocken blieb. Eine echte Fehlkonstruktion von Harley – mit den Nähten sieht das toll aus, ist allerdings wasserdurchlässig. Der Schaumstoff darunter ist dann für mindestens einen Tag wie ein Schwamm voll mit Wasser – deswegen: Tüte drüber.

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Die Rücktour hat mir Steffi an´s Herz gelegt – eine tolle Tour durch das Naturschutzgebiet „Cairngorms National Park“ bis zum Ort „Pitlochry“…

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Mal ehrlich, die Bilder von dieser Strecke werde ich auch ohne Fotos nicht mehr vergessen…  innerhalb weniger Kilometer wechselte die Landschaft derartig rapide. Von „Voralpenland“ bis zur „Einöde“ innerhalb 100 km alles dabei.

Hier mein „Eingang“ in die Highlands – relativ unspektakulär

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Dann ging es weiter den Whisky Tail entlang – in jedem Ort war eine Brennerei – und überall irgendwie ein Fluss oder Wasser…

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Dann der Eingang zum Nationalpark Cairngorms

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Nun lasse ich einfach mal die Bilder wirken dich ich ab und an gemacht habe – ich denke dazu brauche ich nicht viel zu sagen. Unfassbar schön.

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Nach diesen ganzen Impressionen war ich fast traurig dort bereits innerhalb eines Tages durchgekommen zu sein… in Pitlochry angekommen war ich noch kurz an dem Damm mit Fischtreppe, dann ging´s ab in´s Bett im Westlandshotel.

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Bei der Tour für den nächsten Tag habe ich mich tatsächlich etwas in der Länge der Tour vertan – der Ritt nach Newcastle war doch recht lang. Dort hatte ich am Vortag noch ein Zimmer im HolidayInn gebucht… da wollte ich mich mal einen Tag / eine Nacht komplett entspannen und ausschlafen (die Horrornacht auf der Fähre kommt ja einen Tag später).

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Vorher bin ich noch einen kleinen Umweg gefahren aus Pitlochry raus – um von Anfang an auf kleinen Straßen unterwegs zu sein – und die Landschaft noch etwas genießen zu können. Unweit von der Stadt ist der „Queens View“:

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Von da aus ging es dann weiter über die Tummel Bridge in das Inland Richtung Süden / Edinburgh und dann der schottischen Grenze…

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Nach einer echt zehrenden Fahrt endlich in Newcastle angekommen habe ich mein verdientes Zimmer bekommen im HolidayInn...

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Abends habe ich dann mit der App „AroundMe“ zwei nette Bars / Restaurants direkt um die Ecke gefunden…

Die erste Bar hatte die beste Karte die ich je gelesen habe…  🙂

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Leider war ich etwas zu früh da und fühlte mich deshalb etwas unwohl dort. In der gleichen Straße war die Bar „As you like it“ – einfach großartig. Schade das es sowas nicht bei mir in der Nähe gibt…

Tolle Atmosphäre und gute Speise / Getränkekarte. Gerade die Bierkarte war ein Foto wert – der „Classic Burger“ auch…

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… ein Brooklyn Lager gab´s auf´s Haus weil ich länger auf meinen Burger warten musste. Respekt. Zum Abschluss fragte ich nach dem besten Cocktail des Hauses – da hat mir der Barkeeper den Zombie gemacht. Sehr lecker, nicht so hart wie der Name scheint.

Naja, nächsten Tag ging es wieder auf die Höllenfähre…

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Auf der Fähre habe ich dann Jim kennengelernt – ein Ire der tolle Geschichten erzählen konnte. Er arbeitet für die Irische Regierung und hatte die ein oder andere wilde Geschichte auf Lager.

Wir fuhren auch am nächsten Tag noch eine Weile zusammen, inkl. zweier Pausen und tauschten dann die Kontaktdaten aus – mal sehen… wenn ich das nächste Mal die Richtung fahre, warum dann nicht bis nach Irland 😉

… ich könnte es mir vorstellen…

Hier der Endstand:

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Nachtrag:

Ein kleiner Nachtrag in uneigennütziger Sache… die Schwester von Steffi hat mittlerweile Ihren Cottage in Schottland (Nähe Elgin) zur Vermietung ausgeschrieben – habe die Räume gesehen und kann diese nur empfehlen. Zumal von hier aus alles recht gut erreichbar ist – der Whisky Tail fängt südlich von Elgin an und der hier beschriebene Nationalpark ist auch „nicht weit“.

Seht selbst: Marens Cottage in Cullen

Also einfach Maren anrufen und ggf. auch mal schöne Grüße von mir bestellen 😉

 

6 Responses to Schottland 2014

  1. Andreas Laforce says:

    Schöner Reisebericht und geile Bilder ist auch mein Traum mal Schottlands Straßen unter die Räder zu nehmen.
    Werde es vielleicht bald mal machen jetzt wo ich das richtige Moppet habe , ne
    Road King Classic.

    Schöne Grüße aus Oberhausen

    • Sebastian says:

      Hi Andreas,

      die Tour war der Hammer – wie gesagt, ich werde auch definitiv nicht das letzte mal dagewesen sein. Mal schauen, dieses Jahr ist Schweden angesagt… 2016 ist noch offen 😉

      Grüße
      Sebastian

  2. Pingback: Reisebericht: Solotour durch die schottischen Highlands : Motorrad Reisen

  3. Stephan says:

    Dieses Jahr wird es mich und meine Frau auch nach Schottland treiben. Von Edinburgh nach Pitlochry, dann Invernes und anschließend über die Isle of Sky. Wollte vor dem lesen deines Berichtes zuerst den Nationalpark im Westen passieren. Habe mich jetzt dagegen entschieden und werde mitten durch fahren. Traumhafte Bilder dort, danke dafür. Auch werde ich eher einen Tag länger in Newcastle verbringen als in Edinburgh und versuchen das Lokal zu finden von deinen Fotos. Auch für diese Bilder und den Tip ein Danke.

  4. Klasse Bericht, sehr schönes Bildmaterial … erinnert mich alles sehr an 2011 und es kommt „Heimweh“ auf. Aber der Tag wird kommen, und bis dahin hab‘ ich hoffentlich auch einen Gepäckträger gefunden, der erstens auf meine Sportster passt und der zweitens nicht maßlos überteuert ist 😉

    • Sebastian says:

      Moin, besten Dank für deinen Kommentar. Einen Gepäckträger für die Sportster sollte doch relativ kostengünstig zu bekommen sein – schon mal bei http://www.dock66.de geschaut? Da hab ich meine immer weg bekommen, gute Qualität zum fairen Preis. Oder meintest du was anderes?
      Schottland hat mich, wie schon ein paar mal erwähnt, auch bestimmt nicht das letzte mal gesehen – traumhaftes Land!
      Viele Grüße
      Sebastian

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