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Monat: Juli 2011

Buell – Christians 200km/h Föhn

Buell – Christians 200km/h Föhn

Hi Folks,

es gibt verschiedene Moppeds auf dieser Welt – die meisten davon kann man (bei Schubladendenken) schnell in zwei Welten klassifizieren: Japanischer Joghurt oder Milwaukees Rüttelplatten. Grob.

Aber zwischen den Welten ist irgendwann einmal etwas entstanden, was komischer Weise in beiden Lagern Zustimmung findet – die Kreationen von Erik Buell, Namensgeber der Bikes.

Wesentliche Merkmale aus beiden Welten:

– Plastik und Geschwindigkeit aus Japan

– Rüttel, Schüttel und Sound aus Milwaukee

Das Ganze in einer Optik die entweder Freunde hat oder Verachtung findet… wobei ich die Dinger wirklich gut finde.

Christian hat sich Anfang des Jahres eine 1200er Buell zugelegt, die wirklich gut dasteht:

Hier von der Seite ist der sehr kurze Radstand zu erkennen… dadurch wohl die großartige Kurveneigenschaft.

Die Frontscheibe wurde inzwischen durch eine „bamboocha“- (Fanta)Farbende ausgetauscht, was nicht schlecht aussieht.

Das natürliche Rütteln der Buell ist dem modifiziertem Harley 1200er V-Twin zu verdanken der hier verbaut ist – quasi im Grundriss baugleich mit meinem Aggregat aus der Sportster. Großartig war, das hier die Zündkerze schon aus dem Gewinde bebröselt ist 🙂

Naja, ein weiteres Harley-Gen scheint die ungebrochene Bastelfreude an so einem Ofen zu sein – die ständige Suche nach dem richtigen Sound und der optimalen Performance wird nie ein Ende finden…. und so experimentieren wir auch an Christians Buell mit den drei Säulen: Auspuff, Luftfilter und EFI-Einstellung.

Der Luftfilter der Buell (der mich stark an einen Dyson Staubsauger erinnert) ist ziemlich zugebaut und lässt kaum Raum für freies atmen. Also die komische Plastikverkleidung (eine von vielen) ab und den armen V-Twin mal genug Luft zukommen lassen. Alte Regel bei Moppeds: Was unten mehr rausgeht (ist ein Rennauspuff drunter) muss oben nachgefüllt werden.

Wichtigste Hilfsmittel schon seit Mofazeiten: Rödeldraht und Panzerband 😉

Oben die provisorische Fixierung des Luftfilters mit Rödeldraht und links der Verschluss der Drosselklappensteuerung für den Auspuff (wat´n Scheiss es gibt!) mit Panzerband. Haben wir abgebaut – braucht kein Mensch.

 

 

 

 

Wenn die Performance so besser sein sollte, werden wir das noch professioneller umbauen – ohne Draht und Klebeband.

Eine weitere, wichtige Eigenschaft einer Buell ist das „audiovisuelle Nachtreten„… auch liebevoll „föhnen“ genannt. Dadurch das der zweite Zylinder ungenügend gekühlt wird, bekommt er eine Extraportion Luft auch nach der Fahrt über einen derart lauten Lüfter, das man mit der Unterhaltung nach dem Absteigen erst einmal warten muss.

Unter dem Motto „Neu verföhnt“ habe ich meine eigene Meinung dazu

Ein eventuell neues Familienmitglied(!?)

Ein eventuell neues Familienmitglied(!?)

Ich habe es ja an anderer Stelle bereits angesprochen, über Ostern 2011 ist mein großartiger Wegbegleiter Sammy verstorben – völlig überraschend an Krebs erkrankt.

 

Da gerade ich nicht lange ohne so eine „Sabberbacke“ sein kann, haben wir bereits einen Versuch hinter uns, ein neues Familienmitglied zu bekommen. Das Ganze war jedoch von Anfang an irgendwie „seltsam“ – die Welpen waren toll, die Züchterin jedoch eine glatte „6“. Unglaublich was wir uns von der Frau haben alles gefallen lassen – wir hatten uns für einen gelben Rüden mit dem Züchternamen „Keno“ entschieden.

In der letzten Juni-Woche (eigentlich das Übergabedatum) eskalierte dann jedoch die Situation – ohne näher auf die Details einzugehen, habe ich dann die Notbremse gezogen… und der guten Frau meine Meinung am Telefon gesagt, nachdem sie Magitta auf´s übelste angefahren hat und ihr Vorwürfe gemacht hat, nicht genug Interesse am Hund gezeigt zu haben. Genug war genug.

Lange Rede, kurzer Sinn: wir sind umgehend danach in Bückeburg bei einer tollen Familie fündig geworden… ich bin sehr sicher, das Jaspa (Züchtername) unser neues Familienmitglied ab Ende Juli wird. Wir sind am vergangenen Wochenende bereits das dritte mal da gewesen um Jaspa zu besuchen.

Hier ein aktuelles Video, vom 17.07. – bei diesem Besuch haben wir mal gefragt, wann wir den kleinen Scheißer abholen könnten… sollte (wenn alles gut geht) am letzten Juli-Wochenende klappen  🙂

 

Nachtrag vom 17.06.2018 – Paul ist nun erwachsen geworden und ein toller Teil der Familie 🙂

Harley: Soundoptimierung

Harley: Soundoptimierung

Harley muss nach Harley klingen – sonst kann man auch FXRTFZ-haste-nich-gesehen fahren. Aber guter Sound will gepflegt werden – meine Möhre wurde vom Sound her immer „unpräziser“, sprich die „Sattigkeit“ war nicht mehr da.

Habe mir schon gedacht, das es an den „Quite Baffles“ (den Dämpfern) liegen könnte – und richtig. Die Glasfasermatten waren komplett zerfressen nach ca. 6000 km – ich denke unser Trip an die Nordsee forderte hier seinen Tribut – gerade die Autobahnkilometer nagten wahrscheinlich am Material.

Die kurze Auspuffanlage in Kombination mit den groblöchrigen Einsätzen sind keine Grundlage für langanhaltende Qualität der Matten… Auch ist ein kontinuierlicher Gegendruck im Auspuff wichtig für das Fahrverhalten – also nicht nur allein ein Problem des Sinnesorgans „Ohr“.  So weit die Bestandsaufnahme.

Hier die Einsätze, ohne Modifikation:

Das Ziel der Optimierung, war die ursprüngliche Soundqualität der Vance&Hines Anlage wieder herzustellen – und das möglichst langlebig. Also ab in den Baumarkt meines Vertrauens und folgende Utensilien gekauft:

– Rödeldraht

– Edelstahlgitter (Insektenschutz)

– Glasfasermatten für Auspufftechnik (über Internet)

Vorher noch die Anlage von innen richtig sauber machen und entrußen (ich sah aus wie unser Schornsteinfeger danach…)

Dann galt es den wichtigsten Teil des Projektes zu machen – die Modifikation der QuiteBaffles…

Also einfach das Gitter zuschneiden und dann um die Baffles wickeln und mit Draht fixieren – ich habe ich dabei derart in die Finger gestochen mit dem Scheiß…. aber das ist ein anders Kapitel.

Das Ganze dann noch mit einer Schere auf Maß bringen – und die erste Schicht ist fertig.

Damit sollte die Glasfasermatte deutlich länger leben als auf den recht großen Gitter der Baffles.

Der nächste Schritt war das Zuschneiden der Matten und der zweiten „Schutzschicht“ aus Edelstahlgitter – für den perfekten Schutz der Matten vor dem enormen Druck über den Auspuff.

Hier das Ergebnis:

Ich habe anschließend noch vorne und hinten jeweils mehrere Wickelungen an Draht gemacht, da sich beim Einsätzen der Baffles die ganze Geschichte rausgedrückt hat – aber damit saßen sie perfekt!

Der Sound war wieder sehr sauber und schööön Fett – im Video leider nicht ganz so gut zu hören, ich denke das Micro an der Kamera war überfordert 🙂