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Schlagwort: R18

Tacho tieferlegen

Tacho tieferlegen

Klingt prollig. Ist es auch.

Aber manchmal sind es die kleinen Dinge (Achtung, Wortwitz) die große Dinge (…) doch verändern können. In dem Fall der Tacho. Vielmehr die Position des Tachos.

Der schaut nämlich schon im originalen Zustand wie eine Beule aus der Optik… nicht wirklich eingepasst in die ansonsten gute Formgebung.

Da seit dem Umbau auf den breiten Lenker ja auch meine Hydraulikschläuche etwas zu kurz waren und ich hier mittels kleiner Flachstahllösungen eine Verlängerung gebastelt habe, wartete ich nun seit ein paar Monaten auf längere Verbindungen.

Nun war es soweit – BMW konnte liefern. Im Grunde sogar etwas zu lang, so dass ich hier noch einmal „pfuschen“ musste – aber wie sagt man so schön: Lieber haben als brauchen.

Also, im Grunde erst einmal die Hydraulikleitungen ersetzt – ich bin mal ehrlich – hab ich im Zuge der Jahresinspektion bei BMW machen lassen. 15% auf alles im Februar. Ausser Tiernahrung. Konnte ich nicht „Nein“ sagen.

Bei mir in der Werkstatt dann in das Teilelager gegriffen und ein paar Zylinder aus Gummi entdeckt – mit denen und einem neuen Satz Schrauben dann den Tacho an den originalen Verschraubpunkten einfach ein paar Millimeter nach unten gesetzt.

Ebenso die Leitungen noch etwas nach unten – mit Hilfe von Aluminium Zylindern, in die ich vorher noch eine Nut flehen musste – um passgenau die Aufnahme an den Halterungen zu treffen:

So sieht das ganze dann aus – den Tacho mit den Gummilagerungen und die Hydraulikleitungen mit den Alu-Zylindern insgesamt nach unten gebracht.

Das Ergebnis ist eine deutlich tiefere Position des Tachos – viel stimmiger in meinen Augen (und ja, wenn man drauf sitzt ist der Blick auf den Tacho 100%ig gewährleistet):

Damit ergibt die „Lenker-Skyline“ nun ein geduckteres Bild, für mich viel besser und „sportlicher“.

… was jetzt noch fehlt an der R18 ist…

… was jetzt noch fehlt an der R18 ist…

… eine Kleinigkeit. Der Tacho.

Der ist zwar da – aber nicht da wo er soll. Weiter runter. Sieht aktuell aus wie eine Beule irgendwie – leider verhindern die, durch den Lenkerumbau eh schon viel zu kurzen Hydraulikschläuche die Veränderung. ABER – Rettung ist in Sicht… bzw. liegt schon im Regal des hiesigen BMW-Händlers: die Hydraulikleitungen von BMW aus dem Kit des Beach-Bar-Lenkers. 10cm die entscheidend sind. Wie immer im Leben.

Aber sonst – „fertig“ – soweit man den Begriff bei mir verwenden möchte.

Gepäck an der R18 – erste Teillösung

Gepäck an der R18 – erste Teillösung

Zumindest für kleine, schnelle Touren habe ich zwei Varianten für mich entdeckt – zum einen die originale Seitentasche, die ich eigentlich schon verkaufen wollte. Zum anderen einfache Zurrpunkte für Gepäck auf dem Heckfender.

Bei Amazon ein paar Zurrösen gekauft.

Das Loch dann auf M8 aufgebohrt und ei Ösenaufnahme etwas gerade gedengelt – damit ein guter Abschluss zur Schraube entsteht.

Für Spanngurte wohl völlig ausreichend – und damit für eine kleine Tour, wo ich nur meine Reisetasche nutzen muss:

Hier die Seitentasche, die ich nun entgegen der BMW Vorgaben hinter dem seitlichen Kennzeichenhalter hängen habe – perfekt für den Sommer, wenn mal nur ein warmer Pullover für die Nachtfahrt mit muss.

Feinschliff ist angesagt bei der R18

Feinschliff ist angesagt bei der R18

Der große Umbau bei der R18 ist ja nun getan – siehe die extra Seite „Heckumbau“.

Nun geht es noch um einzelne Nuancen, frei nach meinem Lieblingssatz „Chrome won´t bring you Home“ werden so nach und nach einige Teile schwärzer als vorher.

  • „LMC“ Ausfräsung nun mattschwarz
  • Griffe von Wunderlich
  • Kupplung und Bremsflüssigkeitsdeckel von Roland Sands
  • Spiegel von Highsider
  • Hitzeband am Krümmer

Was noch fehlt, aber in Arbeit ist:

  • Ansaugstutzen-Verkleidung wird lackiert
  • Krümmer Hitzeblech wird gepulvert

Hier die Ergebnisse vom Lenker

Seitentaschen für R18

Seitentaschen für R18

Da nun Danzig tatsächlich in greifbare Nähe kommt im August, muss ich mir langsam mal Gedanken machen zum Gepäck auf der R18. Eigentlich ein sehr präsentes Thema bei mir, da es mich vom Umbau auf Bobber mit mitschwingendem Fender abhält… aber das ist ein anderes Thema.

Was die Seitentaschen angeht, so wollte ich keine massiven, ausladenden Ledertaschen… irgendwie mag ich den Stil nicht. Zudem sind die Seitentaschen bei mir nur Ergänzung zu meiner bewährten Gepäckrolle, dich mich ja nun schon durch verschiedene Gegenden Europas begleitet hat.

Bei Hepco & Becker bin ich dann zumindest in der Optik fündig geworden – das Modell „Legacy“ versprüht genau den Charme den ich gesucht habe – etwas altbacken für die R18, aber immer noch zeitlos, modern.

Einzig die Aufnahmen an sich – also die Taschenbefestigungen an der R18 sind nicht schön… aber einfach zu montieren. Also je nach Bedarf ran – oder halt nicht. Damit kann ich leben.

Das Ergebnis ist vollkommen in Ordnung, damit kann man sich auch in die Öffentlichkeit trauen finde ich.

Die originalen Abstände von H&B waren mir zu heftig – die Seitentaschen ragten über das Maß hinaus seitlich raus. Dies habe ich durch einen Griff in die Teilekiste korrigiert – einfach die alten Distanzstücke durch neue, kürzere ersetzt:

Das Ergebnis von hinten sind eng anliegende Taschen… so lässt sich das ertragen.

R18: Make Sound Great Again

R18: Make Sound Great Again

BMW R18. Auspuff. Optik. Sound.

Alleine die Begriffe sind derartig mit der R18 verbunden wie… ja wie…(?) … egal. Sind auf jeden Fall in jedem Forum etc. ein Thema.

Über den weltbesten Customizer Hans Lang von LMC ENDLICH meine Jekill & Hyde bekommen war der erste Schritt getan. Eigentlich gleich zwei Schritte.

  1. Die originale Optik war zwar irgendwie cool, aber das musste man sich auch schön reden. So richtig warm bin ich damit nie geworden… (hab ich nur nie zugegeben). Zudem – zu viel Chrom. Viel zu viel. Die R18 war ja ab Werk ein Chrom-Bike mit schwarzen Akzenten. Das muss anders herum sein.
  2. Der Sound. Wenn das Ventilspiel lauter ist als der Auspuff dann passt das nicht.

Die J&H waren schon bei der Vorstellung recht gut fand ich. Wuchtig in der Optik und dennoch schlicht gehalten. Und legal, weil verstellbar.

ABER. Wäre ja nicht großartig, wenn man nicht auch hier noch optimieren könnte…

Die J&H beherrscht zwei Modi ab Werk: Geschlossen und dynamisch.

Geschlossen heißt (fast) leiser als Original. Dynamisch heist – in bestimmten Bereichen öffnet und schließt sich die Steuerklappe in den Auspuffsystemen… ist aber auch halt nicht immer auf. Sobald man den Hobel aus macht, gehen die Klappen in den „Nachbar-Hab-Mich-Lieb“ Modus.

Ich hab keine Nachbarn.

Wie bei jedem Klappenauspuff kann man hier aber kreativ werden – bei den Autos genauso wie bei den HD-Anlagen von Kesstech oder halt J&H.

Bei Jekill & Hyde habe ich etwas hin und her getestet – letztendlich reicht hier das deaktivieren der Steuereinheit um den Effekt zu erzielen. Kurz durchgemessen und das klassische rote Kabel war die Stromzufuhr… „click“. Durch.

Dann einfach die beiden Kabel verlängert – um sie später manuell schalten zu können. Stichwort „Rennleitung“. Hier habe ich mich für einen Weg unter den Seitendeckel entschieden, da ich hier gut ran komme und der Schalter nicht so auffällt wenn die R18 auf dem Seitenständer steht.

Dann noch ein passendes Loch in die Unterseite des Seitendeckels bohren und von da aus mit WAGO-Klemmen die Kontaktaufnahme herstellen. Im Falle eines „Entdeckens“ seitens der Polizei kann ich hier quasi in Sekunden den originalen Zustand herstellen – einfach die Leitungen vom Schalter wieder zusammenführen über die Klemmen.

Das Endergebnis ist ein kleiner Schalter, der die J&H in den „daueroffenen Zustand“ bringt. Einfach die J&H im laufenden Betrieb auf „Klappe auf / dynamischen Modus“ stellen via originalen Lenkerschalter, dann den „Kill-Switch“ betätigen. Und dauerhaft guten Sound genießen. Nix mit Dynamik.

Die J&H bleibt auch nach dem Ausschalten der R18 weiterhin im offenen Modus. Dort bleibt sie dauerhaft… wie am Ende zu sehen, steht die Klappe waagerecht.

R18: Lenker aus dem HD-Regal

R18: Lenker aus dem HD-Regal

Bereits damals, bei meiner Softail Slim, war ich ein Freund die „alte“ Bauform mit einem ausladenden Lenker zu untermalen. Optisch passend und auch fahrtechnisch passend finde ich. (Fast) aufrecht sitzend, so muss cruisen sein. Für mich.

Also – gemäß dem Motto „never change a winning Team“ – bei V-Team in Ibbenbüren angerufen bzw. per Mail Kontakt aufgenommen. Ob die auch was für die R18 machen können.

„Klar“.

Ich also meine Wunschdaten hinterlegt und fündig im Shop geworden. Aufgrund meiner fehlenden Erfahrungen mit BMW vorsichtshalber noch einmal die Maße der Griffe, Abstände und wer weiß was an Maßen noch einmal hin geschickt.

„Wir melden uns wenn fertig – 4-5 Wochen.“ Passt.

Dann, vor einigen Wochen war es soweit – ein großes, längliches Paket stand am Ablageplatz von DHL. Post aus Ibbenbüren. Großartig.

DA ISSA. Der Wohlfühlen-Lenker. Der optische Leckerbissen eines alten Cruisers. In Schwarz. Weniger ist mehr – zumindest beim Chrom (Chrome won´t bring you Home – alte Weisheit der Indianer.)

Ich ahnte schon aus den letzten Harley-Erfahrungen, das ein Lenkerumbau bei der BMW sicherlich auch nichts für die 5-Minuten-Pause ist. Leider sollte ich Recht behalten.

Wichtiger Ratschlag und Tipp an alle Lesenden: nur zu zweit machbar.

Der Aufwand die Kabel durch die für HD-Stecker optimierten Bohrungen des neuen Lenkers zu bekommen gleicht dem Aushebeln der Physik. WD-40 ist dein Freund sage ich euch. Flutschifix, sonst geht nix.

Auch neu (und eine Überraschung) waren die, über Zentrierschrauben gehaltenen Griffe / Griffarmaturen einer BMW. Das gab es so bei HD nicht – ergo auch nicht am Lenker von V-Team… Anders als HD, die mit Einbuchtungen arbeiten, festigt BMW einen Griff durch eine 3,5mm starke Schraube, die durch den Lenker geht und am anderen Ende auf eine Mutter trifft. Qualitativ weit vorne, nur extrem wenig Toleranz beim nachträglichen versetzen des Lenkers. Also war eine gute, ausführliche Justierung des Lenkers Pflicht.

Also den neuen Lenker gekörnt und dann in der Standbohrmaschine mit 3,6mm gebohrt. Spätestens hier braucht ihr einen Kumpel. Oder eure Frau. Oder Mutter. Halt jemanden.

Von der Kabel-Quälerei habe ich keine Bilder. Die macht man nicht, wenn die Nerven am Boden liegen.

Nur das hier. Reicht wohl. Vom originalen Lenker.

Was ich auch falsch berechnet habe, waren die Hydraulik Leitungen für Bremse und Kupplung. „Berechnet“ ist vllt zu viel gesagt. Verschätzt vielmehr. Um ca. 3-4 cm.

Da musste ich tatsächlich noch in das Metall-Teile Fach greifen und eine provisorische Übergangslösung basteln….

Ich muss zugeben, der Umbau hat bestimmt 4 Stunden gedauert. Mit dem Anfertigen der Hydraulik-Versatzstücke…. und ein Griff in fast alle Bereiche der Werkstattausrüstung…

Aber das Ergebnis ist sensationell. Wie mein Kumpel schon sagte: „Warum machen die das nicht gleich so?!“

BMW R18 – Customizing für jedermann…

BMW R18 – Customizing für jedermann…

… so stellt sich BMW in den Medien vor. Alles Plug & Play.

Stimmt so. Nicht.

Vorab – ich erkläre mal die Fallstricke bei BMW mit meiner Erfahrung mit dem Austausch der original Fußrasten gegen Trittbretter bei der R18. Original BMW. Bestellt bei BMW. Original. Mehr geht nicht.

Im wahrsten Sinne.

Vorab: BMW Borchardt in Osnabrück ist ein ECHT netter Laden. Wirklich nett – auch und gerade die Menschen dort. Hier möchte ich an keiner Stelle etwas gegen die Kollegen dort sagen – im Gegenteil… meine volle Empfehlung bekommen sie.

Nur leider sind die Mitarbeiter JEDES BMW Motorradhändlers Opfer einer desolaten Ersatzteil-Politik von BMW. Wer hätte gedacht, das die amerikanischen Kollegen gerade in der deutschen Königsdisziplin „Optimieren“ Meilen voraus sind.

Gehen wir mal ins Beispiel. Die R18 ist meiner Meinung nach prädestiniert für Trittbretter… Oldschool und richtig klassisch. Die Karre ist eh so fett, da wirken normale Fußrasten ja schon wie asiatische Essstäbchen beim Schweinebraten.

Also den Kollegen bei Borchardt den Auftrag gegeben mir die Trittbretter aus dem Zubehör zu bestellen. Hier der erste Ansatz von „naja. Lieferzeit ist das Stichwort. Ok. Corona. OK. Akzeptiert.

Nach ein paar Wochen dann der Anruf am Freitag: „Teile sind da! – Kommste rum? Oder sollen wir schicken?“. Freitag? Morgen Samstag… schrauben?! Komm´rum!

Also ich am Samstag los nach Osnabrück.

Kennt ihr auch den Moment am Tresen, wo man irgendwie ahnt das etwas nicht stimmt? Wenn 1x zu viel auf den Monitor geschaut wird, dann wieder in eine Liste, dann wieder im Lager? Jepp. Ich auch.

Vor mir bereits aufgebaut mehrere kleine Tütchen mit teilweise 2 Schrauben drin, dann Tütchen mit Plastikdingern, zwei Kartons und die Bretter. Und zwei Sicherungsringe… lose.

„Die hätten wir fast vergessen“…. sagte man noch.

Dann, nach dem Aufbau der Weihnachtlich anmutenden Präsente auf dem Tresen – dieser besagte, komische Moment.

„oh. ääähm… der Kollege hat zwei Schrauben vergessen…. sorry. Die hätten dazu bestellt werden müssen…“

Ich so: „hä?!“

Da mussten bei BMW wirklich ALLE Teile vor mir einzeln über eine „Zusammenbau-Explosionszeichnung-zusammengezählte“ Art und Weise bestellt werden. Unfucking-fassbar. JEDES Teil einzeln.

Nix Blisterpackung wie bei Harley. Alles drin im Karton. Nix.

Ich so: „OK, ist ja Gott sei Dank metrisches Gewinde, bekomme ich noch hingepfuscht“.

BMW-Mensch 1: „mmmmh, die Federn… nimmste die Federn von den Rasten?“

BMW-Mensch 2: „neeee, die passen nicht – schau doch nochmal in die Zeichnung“.

Ne. Passten nicht.

Ich alles da gelassen und darum gebeten, mir bei vollständiger Inventur meiner Bestellung alles zu zusenden.

Wenige Tage später erreichte mich eine Mail – Teile da und unterwegs zu dir! In der Tat, Karton da, Teile da. Kulanz war auch dabei. TOP.

Wo BMW dann wieder Pluspunkte sammelt, ist bei den Einbauanleitungen – alles Online. Alles deutsch. Alles gut dokumentiert. Fleißsternchen.

Der Einbau war dann relativ einfach – bis zum Bremshebel. Dort bekam ich den Hebel nicht in die Flucht – auf der Zeichnung war von einer Distanzhülse die Rede… wieder ein Extrateil welches wohl übersehen worden war. Welch ein Wahnsinn, BMW! Wie könnt ihr euren Werkstätten und Kunden so etwas antun?

Hier das fehlende Teil – wohlgemerkt: musste separat bestellt werden!!! Teil Nr.9 – der Rest war von der originalen Hebelung verwendbar.

Da müssen sich BMW-Manager aber echt mal Gedanken machen wie das werden soll wenn erstmal Privatleute auf die Idee kommen sich Teile zu bestellen – und dann die Hälfte fehlt weil das Studium in Logistik und Beschaffung nach den ersten Semester abgebrochen worden ist.

Setzen, 6.

„Positiver“ Effekt – fühlt sich nicht anders an als bei Harley – auch bei der BMW wird schon gefummelt und gepfuscht. Drei passende Unterlegscheiben aus dem Materialschrank nahmen sich der Aufgabe an. Passt.

ABER. Trittbretter + LMC Zylinderköpfe = Leider geil.