Mercedes Oldtimer.

Mercedes Oldtimer.

Ich denke, bzw. bin mittlerweile fest davon überzeugt, das ich meine Midlife-Krise endgültig überstanden habe. Zumindest der „Männer-Indikator“ Auto lässt darauf schließen. Wenn man diesen zumindest über PS definiert.

Mein Affalterbacher Geschoss habe ich nun verkauft – Zeit für was „Neues“. Wobei hier „Neu“ nicht nur aus Zufall in Anführungszeichen steht.

Ich hatte schon ewig Bock auf einen Oldtimer – und das selbstverständlich Markentreu. Mercedes – oder nichts.

Die Wahl viel nach längeren überlegen auf den W108 – oder besser bekannt unter der „alten S-Klasse“. Ein 280SE um genau zu sein. Ein 280SE 3.5, Baujahr 1972 um exakt zu sein.

Viel gesucht, viel gelernt innerhalb ein paar Wochen – über Autos und deren Besitzer. Da die Wahl auf einen V8 fallen sollte gab es zum deutschen 3.5 noch das US-amerikanische 4.5 Modell.

Letztendlich lief mir in Oldenburg ein tolles Fahrzeug über den Weg – nicht ganz astrein, aber auch weit davon entfernt eine Grotte zu sein. Genau das Richtige um ohne ein schlechtes Gewissen daraus einen „Daily-Driver“ zu machen – mein neues Alltagsfahrzeug.

Hier ist das gute Stück bei bestem Wetter auf der Überführungsfahrt aus Oldenburg nach Bad Oeynhausen:

Angekommen und nächsten Tag gleich umgemeldet – passt gut zu unserem Haus…

Natürlich offenbart ein solches Fahrzeug einige Mängel, nach und nach werde ich die gröbsten mal angehen. „Grob“ ist aktuell die Fahrzeugverriegelung Fahrerseite, die ein oder andere Verkleidung ist locker, etc. etc.

Bei meinem Mercedes Autohaus des Vertrauens – Mercedes Sieg in Minden – konnte ich die gewohnte, perfekte Betreuung noch einmal steigern wegen des Oldtimers! Ein grandioser (menschlich und fachlich) Mitarbeiter, kurz vor der Rente, nahm sich des Fahrzeuges an. Fazit – tolles Auto, sehr gute, technische Substanz. Motor perfekt.

Das hört man gerne.

Danach: Perfekt – fast alle „Baustellen“ wurden erledigt. DANKE an dieser Stelle noch einmal an das Serviceteam von Sieg, grandioser Job.

Der Verzicht auf Technik ist gewollt – eine Art Entschleunigung die dabei einsetzt… aber dennoch wird die Situation kommen, in denen man einfach mal ein Navi braucht. Oder ein Radiosender über das Handy laufen soll…

Gleich bei der ersten Fahrt kam mir der Gedanke hier die Kombination aus Aschenbecher und Handy-Magnethalterung zu überdenken…

Also erstmal dabei den alten Aschenbecher auf Vordermann zu bringen… ganz schön vergammelt das Ding. Der Benz war zumindest nicht die ganzen 49 Jahre ein Nichtraucherfahrzeug…

Erst einmal die Frontplatte abnehmen und ordentlich sauber machen im heimischen Sandstrahlkasten…

… dann noch etwas schleifen mit Öl und Papier…

… das Ergebnis war in Ordnung für mich…

Danach ging es an die Fertigung der Handyhalterung – einfach ein paar Bleche aus den Kisten gekramt und ein paar Magnete von der Schrankwand genommen und bearbeitet…

Der Kegel zum halten der Magnete musste ab…

Dann ein Blech anpassen mit den Öffnungen für die Magnete…

Aus einem weiteren Winkelblech den Aufsatz für das Magnet-Lademodul eines iPhone gebastelt und dann kurz angepunktet mit dem Schweißgerät… vorher noch kurz sandgestrahlt um die Verzinkung abzubekommen…

Mittlerweile ziemlich viel Aufwand für eine Handyhalterung… nun ja.

Die ganze „Konstruktion“ dann noch fix mit Farbe versehen…

Und danach einfach das magnetische Induktionsladefeld mit einem heftigen Kleber (womit ich auch die Magnete eingeklebt habe) auf den Ständer gebracht…

Das Ganze sieht im Auto recht gut aus finde ich, der Aschenbecher wird seiner neuen Aufgabe als „Navigations-Halterung“ mehr als gerecht…

… jetzt muss ich nur irgendwie den Zigarettenanzünder-Adapter in die Gänge bekommen… aber das wird hoffentlich auch noch funktionieren. Läuft. 🙂

Seitentaschen für R18

Seitentaschen für R18

Da nun Danzig tatsächlich in greifbare Nähe kommt im August, muss ich mir langsam mal Gedanken machen zum Gepäck auf der R18. Eigentlich ein sehr präsentes Thema bei mir, da es mich vom Umbau auf Bobber mit mitschwingendem Fender abhält… aber das ist ein anderes Thema.

Was die Seitentaschen angeht, so wollte ich keine massiven, ausladenden Ledertaschen… irgendwie mag ich den Stil nicht. Zudem sind die Seitentaschen bei mir nur Ergänzung zu meiner bewährten Gepäckrolle, dich mich ja nun schon durch verschiedene Gegenden Europas begleitet hat.

Bei Hepco & Becker bin ich dann zumindest in der Optik fündig geworden – das Modell „Legacy“ versprüht genau den Charme den ich gesucht habe – etwas altbacken für die R18, aber immer noch zeitlos, modern.

Einzig die Aufnahmen an sich – also die Taschenbefestigungen an der R18 sind nicht schön… aber einfach zu montieren. Also je nach Bedarf ran – oder halt nicht. Damit kann ich leben.

Das Ergebnis ist vollkommen in Ordnung, damit kann man sich auch in die Öffentlichkeit trauen finde ich.

Die originalen Abstände von H&B waren mir zu heftig – die Seitentaschen ragten über das Maß hinaus seitlich raus. Dies habe ich durch einen Griff in die Teilekiste korrigiert – einfach die alten Distanzstücke durch neue, kürzere ersetzt:

Das Ergebnis von hinten sind eng anliegende Taschen… so lässt sich das ertragen.

R18: Make Sound Great Again

R18: Make Sound Great Again

BMW R18. Auspuff. Optik. Sound.

Alleine die Begriffe sind derartig mit der R18 verbunden wie… ja wie…(?) … egal. Sind auf jeden Fall in jedem Forum etc. ein Thema.

Über den weltbesten Customizer Hans Lang von LMC ENDLICH meine Jekill & Hyde bekommen war der erste Schritt getan. Eigentlich gleich zwei Schritte.

  1. Die originale Optik war zwar irgendwie cool, aber das musste man sich auch schön reden. So richtig warm bin ich damit nie geworden… (hab ich nur nie zugegeben). Zudem – zu viel Chrom. Viel zu viel. Die R18 war ja ab Werk ein Chrom-Bike mit schwarzen Akzenten. Das muss anders herum sein.
  2. Der Sound. Wenn das Ventilspiel lauter ist als der Auspuff dann passt das nicht.

Die J&H waren schon bei der Vorstellung recht gut fand ich. Wuchtig in der Optik und dennoch schlicht gehalten. Und legal, weil verstellbar.

ABER. Wäre ja nicht großartig, wenn man nicht auch hier noch optimieren könnte…

Die J&H beherrscht zwei Modi ab Werk: Geschlossen und dynamisch.

Geschlossen heißt (fast) leiser als Original. Dynamisch heist – in bestimmten Bereichen öffnet und schließt sich die Steuerklappe in den Auspuffsystemen… ist aber auch halt nicht immer auf. Sobald man den Hobel aus macht, gehen die Klappen in den „Nachbar-Hab-Mich-Lieb“ Modus.

Ich hab keine Nachbarn.

Wie bei jedem Klappenauspuff kann man hier aber kreativ werden – bei den Autos genauso wie bei den HD-Anlagen von Kesstech oder halt J&H.

Bei Jekill & Hyde habe ich etwas hin und her getestet – letztendlich reicht hier das deaktivieren der Steuereinheit um den Effekt zu erzielen. Kurz durchgemessen und das klassische rote Kabel war die Stromzufuhr… „click“. Durch.

Dann einfach die beiden Kabel verlängert – um sie später manuell schalten zu können. Stichwort „Rennleitung“. Hier habe ich mich für einen Weg unter den Seitendeckel entschieden, da ich hier gut ran komme und der Schalter nicht so auffällt wenn die R18 auf dem Seitenständer steht.

Dann noch ein passendes Loch in die Unterseite des Seitendeckels bohren und von da aus mit WAGO-Klemmen die Kontaktaufnahme herstellen. Im Falle eines „Entdeckens“ seitens der Polizei kann ich hier quasi in Sekunden den originalen Zustand herstellen – einfach die Leitungen vom Schalter wieder zusammenführen über die Klemmen.

Das Endergebnis ist ein kleiner Schalter, der die J&H in den „daueroffenen Zustand“ bringt. Einfach die J&H im laufenden Betrieb auf „Klappe auf / dynamischen Modus“ stellen via originalen Lenkerschalter, dann den „Kill-Switch“ betätigen. Und dauerhaft guten Sound genießen. Nix mit Dynamik.

Die J&H bleibt auch nach dem Ausschalten der R18 weiterhin im offenen Modus. Dort bleibt sie dauerhaft… wie am Ende zu sehen, steht die Klappe waagerecht.

R18: Lenker aus dem HD-Regal

R18: Lenker aus dem HD-Regal

Bereits damals, bei meiner Softail Slim, war ich ein Freund die „alte“ Bauform mit einem ausladenden Lenker zu untermalen. Optisch passend und auch fahrtechnisch passend finde ich. (Fast) aufrecht sitzend, so muss cruisen sein. Für mich.

Also – gemäß dem Motto „never change a winning Team“ – bei V-Team in Ibbenbüren angerufen bzw. per Mail Kontakt aufgenommen. Ob die auch was für die R18 machen können.

„Klar“.

Ich also meine Wunschdaten hinterlegt und fündig im Shop geworden. Aufgrund meiner fehlenden Erfahrungen mit BMW vorsichtshalber noch einmal die Maße der Griffe, Abstände und wer weiß was an Maßen noch einmal hin geschickt.

„Wir melden uns wenn fertig – 4-5 Wochen.“ Passt.

Dann, vor einigen Wochen war es soweit – ein großes, längliches Paket stand am Ablageplatz von DHL. Post aus Ibbenbüren. Großartig.

DA ISSA. Der Wohlfühlen-Lenker. Der optische Leckerbissen eines alten Cruisers. In Schwarz. Weniger ist mehr – zumindest beim Chrom (Chrome won´t bring you Home – alte Weisheit der Indianer.)

Ich ahnte schon aus den letzten Harley-Erfahrungen, das ein Lenkerumbau bei der BMW sicherlich auch nichts für die 5-Minuten-Pause ist. Leider sollte ich Recht behalten.

Wichtiger Ratschlag und Tipp an alle Lesenden: nur zu zweit machbar.

Der Aufwand die Kabel durch die für HD-Stecker optimierten Bohrungen des neuen Lenkers zu bekommen gleicht dem Aushebeln der Physik. WD-40 ist dein Freund sage ich euch. Flutschifix, sonst geht nix.

Auch neu (und eine Überraschung) waren die, über Zentrierschrauben gehaltenen Griffe / Griffarmaturen einer BMW. Das gab es so bei HD nicht – ergo auch nicht am Lenker von V-Team… Anders als HD, die mit Einbuchtungen arbeiten, festigt BMW einen Griff durch eine 3,5mm starke Schraube, die durch den Lenker geht und am anderen Ende auf eine Mutter trifft. Qualitativ weit vorne, nur extrem wenig Toleranz beim nachträglichen versetzen des Lenkers. Also war eine gute, ausführliche Justierung des Lenkers Pflicht.

Also den neuen Lenker gekörnt und dann in der Standbohrmaschine mit 3,6mm gebohrt. Spätestens hier braucht ihr einen Kumpel. Oder eure Frau. Oder Mutter. Halt jemanden.

Von der Kabel-Quälerei habe ich keine Bilder. Die macht man nicht, wenn die Nerven am Boden liegen.

Nur das hier. Reicht wohl. Vom originalen Lenker.

Was ich auch falsch berechnet habe, waren die Hydraulik Leitungen für Bremse und Kupplung. „Berechnet“ ist vllt zu viel gesagt. Verschätzt vielmehr. Um ca. 3-4 cm.

Da musste ich tatsächlich noch in das Metall-Teile Fach greifen und eine provisorische Übergangslösung basteln….

Ich muss zugeben, der Umbau hat bestimmt 4 Stunden gedauert. Mit dem Anfertigen der Hydraulik-Versatzstücke…. und ein Griff in fast alle Bereiche der Werkstattausrüstung…

Aber das Ergebnis ist sensationell. Wie mein Kumpel schon sagte: „Warum machen die das nicht gleich so?!“

BMW R18 – Customizing für jedermann…

BMW R18 – Customizing für jedermann…

… so stellt sich BMW in den Medien vor. Alles Plug & Play.

Stimmt so. Nicht.

Vorab – ich erkläre mal die Fallstricke bei BMW mit meiner Erfahrung mit dem Austausch der original Fußrasten gegen Trittbretter bei der R18. Original BMW. Bestellt bei BMW. Original. Mehr geht nicht.

Im wahrsten Sinne.

Vorab: BMW Borchardt in Osnabrück ist ein ECHT netter Laden. Wirklich nett – auch und gerade die Menschen dort. Hier möchte ich an keiner Stelle etwas gegen die Kollegen dort sagen – im Gegenteil… meine volle Empfehlung bekommen sie.

Nur leider sind die Mitarbeiter JEDES BMW Motorradhändlers Opfer einer desolaten Ersatzteil-Politik von BMW. Wer hätte gedacht, das die amerikanischen Kollegen gerade in der deutschen Königsdisziplin „Optimieren“ Meilen voraus sind.

Gehen wir mal ins Beispiel. Die R18 ist meiner Meinung nach prädestiniert für Trittbretter… Oldschool und richtig klassisch. Die Karre ist eh so fett, da wirken normale Fußrasten ja schon wie asiatische Essstäbchen beim Schweinebraten.

Also den Kollegen bei Borchardt den Auftrag gegeben mir die Trittbretter aus dem Zubehör zu bestellen. Hier der erste Ansatz von „naja. Lieferzeit ist das Stichwort. Ok. Corona. OK. Akzeptiert.

Nach ein paar Wochen dann der Anruf am Freitag: „Teile sind da! – Kommste rum? Oder sollen wir schicken?“. Freitag? Morgen Samstag… schrauben?! Komm´rum!

Also ich am Samstag los nach Osnabrück.

Kennt ihr auch den Moment am Tresen, wo man irgendwie ahnt das etwas nicht stimmt? Wenn 1x zu viel auf den Monitor geschaut wird, dann wieder in eine Liste, dann wieder im Lager? Jepp. Ich auch.

Vor mir bereits aufgebaut mehrere kleine Tütchen mit teilweise 2 Schrauben drin, dann Tütchen mit Plastikdingern, zwei Kartons und die Bretter. Und zwei Sicherungsringe… lose.

„Die hätten wir fast vergessen“…. sagte man noch.

Dann, nach dem Aufbau der Weihnachtlich anmutenden Präsente auf dem Tresen – dieser besagte, komische Moment.

„oh. ääähm… der Kollege hat zwei Schrauben vergessen…. sorry. Die hätten dazu bestellt werden müssen…“

Ich so: „hä?!“

Da mussten bei BMW wirklich ALLE Teile vor mir einzeln über eine „Zusammenbau-Explosionszeichnung-zusammengezählte“ Art und Weise bestellt werden. Unfucking-fassbar. JEDES Teil einzeln.

Nix Blisterpackung wie bei Harley. Alles drin im Karton. Nix.

Ich so: „OK, ist ja Gott sei Dank metrisches Gewinde, bekomme ich noch hingepfuscht“.

BMW-Mensch 1: „mmmmh, die Federn… nimmste die Federn von den Rasten?“

BMW-Mensch 2: „neeee, die passen nicht – schau doch nochmal in die Zeichnung“.

Ne. Passten nicht.

Ich alles da gelassen und darum gebeten, mir bei vollständiger Inventur meiner Bestellung alles zu zusenden.

Wenige Tage später erreichte mich eine Mail – Teile da und unterwegs zu dir! In der Tat, Karton da, Teile da. Kulanz war auch dabei. TOP.

Wo BMW dann wieder Pluspunkte sammelt, ist bei den Einbauanleitungen – alles Online. Alles deutsch. Alles gut dokumentiert. Fleißsternchen.

Der Einbau war dann relativ einfach – bis zum Bremshebel. Dort bekam ich den Hebel nicht in die Flucht – auf der Zeichnung war von einer Distanzhülse die Rede… wieder ein Extrateil welches wohl übersehen worden war. Welch ein Wahnsinn, BMW! Wie könnt ihr euren Werkstätten und Kunden so etwas antun?

Hier das fehlende Teil – wohlgemerkt: musste separat bestellt werden!!! Teil Nr.9 – der Rest war von der originalen Hebelung verwendbar.

Da müssen sich BMW-Manager aber echt mal Gedanken machen wie das werden soll wenn erstmal Privatleute auf die Idee kommen sich Teile zu bestellen – und dann die Hälfte fehlt weil das Studium in Logistik und Beschaffung nach den ersten Semester abgebrochen worden ist.

Setzen, 6.

„Positiver“ Effekt – fühlt sich nicht anders an als bei Harley – auch bei der BMW wird schon gefummelt und gepfuscht. Drei passende Unterlegscheiben aus dem Materialschrank nahmen sich der Aufgabe an. Passt.

ABER. Trittbretter + LMC Zylinderköpfe = Leider geil.

Mein Lieblingssatz lautet seit langem…

Mein Lieblingssatz lautet seit langem…

… das Geschäft wird zwischen Menschen gemacht. Im beruflichen wie im privaten stehe ich voll dahinter. Die Produkte können noch so großartig sein, wenn man jemanden nicht mag – dann verzichtet man oft. Andererseits gibt man manchmal mehr Geld aus als man möchte, wenn die „Chemie stimmt“.

So geschehen. Letzteres.

Ich fange mal an mit dem Negativbeispiel – Hattech. Hattech Auspuffanlagen haben eine gute (optische) Lösung für meine R18 finde ich… ich wollte mehr erfahren. 4x um genau zu sein. Vier Mails an teilweise verschiedene Adressen von Hattech… Antwort? Keine. Nicht mal ein „Sorry, du wir haben gerade viel um die Ohren…“. Nö. Nix.

Steckt euch eure Tröten in den Arsch. Ernsthaft. Wer glaubt 1.400EUR von mir überwiesen zu bekommen, es aber nicht mal nötig hat sich 2 Minuten mit einer Mail zu befassen…. unfassbar Arrogant.

Wenn du dann irgendwann glaubst, die Welt ist nur noch gierig und gemein – DANN, ja dann kommt der Gegenbeweis oft schneller als du denkst.

Ich mir am Zeitungsstand an der Tanke die Custombike gezogen: Posterboy Marcus Walz hatte die R18 in Bearbeitung. Lieste dir mal durch dachte ich mir. Ähnlich wie im Playboy ist die eigentliche Attraktion ja oftmals nicht auf der Titelseite – so auch hier.

LMC hatte etwas viel brachialeres rausgebracht – und sogar zeitlich eher als Walzwerk… meine Pupillen starrten (sehr) lange auf ein Detail bei dem LMC Umbau – die Zylinderköpfe. Gott, wie konnte die R18 nur ohne DIESE Köpfe gebaut werden?! Die waren doch zwingend notwendig! Ohne die nahezu nicht vorzeigbar.

Ich kriegte mich kaum noch ein…

Gleich mal bei LMC auf die Website – man sieht gleich… HTML ist hier nicht so gefragt. Oldschool die Seite… leider auch mit „defektem“ Shop. Mist.

„Mist“, das wissen auch die Landwirte – ist manchmal von Nutzen. Ich habe dadurch direkten Kontakt zu Hans Lang bekommen, über eine Anfrage per Mail… welch eine Bereicherung der Mann. Verbindlich, nett, ehrlich und kompetent. Und das gefühlt 24 Stunden. „Oldschool“ sagt er über sich. OK. Mit dem Prädikat sehe ich die Internetseite auch aus einem anderen Blickwinkel 😉

Um die Sache abzukürzen – ja, ich habe mir zwei unfassbar teure aber auch zwei unfassbar notwendige Zylinderköpfe bei Hans gekauft. Und bin sowas von Happy damit. Nicht nur über die Köpfe, auch über den Kontakt. Hoffe wir treffen uns mal. Sage ich selten so schnell heraus.

Hier die LMC-Variante auf meiner R18 – geliefert in einer amtlichen Holzkiste. Leider geil:

Ich habe dann rausgefunden, das Hans mit einem BMW-Händler zusammenarbeitet, der auch einen funktionierenden Online-Shop hat… KLICK hier.

Der Adler…

Der Adler…

… ääähm … die R18 ist gelandet.

What a bike.

Derartig massiv, wertig und (BMW-like) wirklich auf handwerklich höchstem Niveau. Letztes will ich Harley nicht absprechen, aber es gibt Unterschiede. Kleine aber feine.

Vorab – die Riesenbüchse lässt sich wirklich gut fahren. Der Motor hat trotz identischer Leistungsdaten wie die FXDR von Harley dennoch einen anderen Punch. Irgendwo im Netz in den unzähligen, gelesenen Berichten kam ein Vergleich mit einem Tesla – das fiktive Gummiband was einen zieht. Das gibts auch bei der R18. Ein dickes Gummiband.

Zum anderen habe ich ein ähnliches Gefühl wie damals bei der Softail Slim – schon ab Werk eine Schönheit. Schön und artig. Zu artig? Im Moment befinde ich mich (zugegebener Weise) schon im Austausch mit dem ein oder anderen Zubehörlieferanten. Mal schauen – „Dank“ Corona ist alles etwas schwer verfügbar habe ich das Gefühl.

Apropos Teile. Was BMW sich definitiv von Harley abgeschaut hat ist das vermitteln eines Gefühls. Was mit der BMW R18 so kam, hatte ich auch noch nicht. Nichtmal bei Harley…:

Eine Box zur „First Edition“ – mit einem Anschreiben, einem fetten Buch über die R-Geschichte bei BMW sowie einer Fan-Gürtelschnalle und ein Cap. Zudem waren noch auf Kupfer getrimmte „BMW“ Embleme mit dabei – inkl. der passenden Schrauben (Schlitz anstatt Torx – „Liebe zum Detail“).

Ich war Impressed.

Cover der mattschwarzen Box von oben
Inhalt der Box – das Buch bleibt verschweißt. Vielleicht bekommt es ja mal Sammlerwert…
Inhalt des Buches… mmmmmh… vielleicht doch mal lesen?
Cooles Begleitschreiben für die Box. Fühle mich „abgeholt“ muss ich sagen. Irgendwie was besonderes.
Hier das original Emblem oben in Chrom und das „historische“ in Kupfer mit passenden Schrauben und „Werkzeug“.

Zu guter Letzt überraschte mich BMW auch in der Bedienungsanleitung der R18… ehrlich? Hätte ich denen nie zugetraut so einen Eintrag… *RESPEKT*